Textildruck-Folien

Textildruck-Folien

 

Nicht alle Textilien werden direkt bedruckt, bei einigen Textilien kommen auch Transferdruckverfahren zum Einsatz. Das bedeutet, die Druckmotive werden auf Textildruck-Folien gedruckt und die Folien, Aufkleber und Etiketten dann mithilfe von Wärme auf die Textilien aufgebracht.

Im industriellen Bereich erfolgt die Verbindung von Folien und Textilien mit sogenannten Transferpressen. Hierbei handelt es sich um Pressen, die die Folien unter Druck und Hitze auf die Textilien drücken. Daneben gibt es jedoch auch Textildruck-Folien, die mit dem heimischen Drucker bedruckt werden können.

Diese Folien sind so konzipiert, dass sie aufgebügelt werden, wobei die Temperatur des Bügeleisens für eine stabile und feste Fixierung ausreicht. Für den Textildruck werden unterschiedliche Folien verwendet, je nachdem, welche Textilien bedruckt werden sollen, um welche Motive es sich handelt und wie die Oberfläche des Drucks ausfallen soll.

Die vier wichtigsten Textildruck-Folien, die es auch für den Textildruck zu Hause gibt, sind dabei Flexfolien, Flockfolien sowie Transferfolien für helle und für dunkle Textilien.

 

Flexfolien

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Flexfolien sind recht dünne Folien mit einer glatten Oberfläche. Die Folien zeichnen sich durch ihre hohe Deckkraft aus und können sowohl auf helle als auch auf dunkle Textilien aus Baumwolle, Baumwoll-Mischgeweben und Polyester aufgebracht werden.

Flexfolien kommen meist bei einfachen Motiven zum Einsatz, die als Vektorgrafiken dargestellt werden können, beispielsweise bei Schriften oder bei schlichten Logos.

Die Folien, die es in unterschiedlichen Farben sowie in matt und in glänzend gibt, werden seitenverkehrt bedruckt und zugeschnitten. Bei mittlerem Druck werden die Folien dann bei etwa 150°C 10 bis 15 Sekunden lang auf das Textil gepresst, die Trägerfolie wird nach dem Abkühlen abgezogen.

 

Flockfolien

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Flockfolien haben die gleichen Eigenschaften wie Flexfolien, jedoch eine samtartige, flauschige und erhabene Oberfläche.

Die Andrucktemperatur bewegt sich zwischen 160°C und 185°C. Es gibt jedoch auch Flockfolien, die mit dem heimischen Tintenstrahldrucker gestaltet werden können. Diese Folien werden dann mit dem Bügeleisen auf den Textilien fixiert.

 

Transferfolien

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Transferfolien für helle Textilien sind recht dünne, transparente Textildruck-Folien. Auf diese Folien können unterschiedlichste Motive und Muster aufgedruckt werden, allerdings eignen sich die Folien nur für weiße und helle Textilien, da der Hintergrund durchscheint.

Die Trägerfolien bei Transferfolien werden meist direkt nach dem Aufbringen abgezogen, ob die Motive seitenrichtig oder spiegelverkehrt aufgedruckt werden müssen, ergibt sich aus den Anleitungen der Hersteller.

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Transferfolien für dunkle Textilien sind vergleichbar mit Textildruck-Folien für helle Textilien, allerdings dicker beschichtet und daher weiß.

Der Hintergrund scheint bei diesen Folien nicht durch. Aus diesem Grund müssen diese Folien recht randnah zugeschnitten werden, denn ansonsten würde der unbedruckte weiße Rand der Folie die Optik stören.

 

Sublimationsfolien

 

Eine recht neue Form von Textildruck-Folien sind Sublimationsfolien. Diese Folien werden bedruckt und anschließend unter großer Hitze auf die Textilien gepresst.

Durch die Hitze und den Druck dampfen die Folien und die Farben in das Gewebe ein, wodurch die Folie dann nicht mehr spürbar ist.

Allerdings können Sublimationsfolien nur auf Textilien aus Polyester oder mit Polyesterbeschichtung verwendet werden.

 

Weiterführende Anleitungen, Folien und Tipps:

  • Folien plotten
  • Folien selber machen
  • Folien zum aufbügeln
  • Folienbeschriftung
  • Foliendesign
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    Thema: Textildruck-Folien

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