Die wichtigsten Infos zu Heizkörper-Reflexionsfolie

Die wichtigsten Infos zu Heizkörper-Reflexionsfolie

Die Außenwand isolieren, Wärmeverluste nach außen vermeiden und die Wärme nach innen reflektieren: Das sind die Aufgaben, die eine Heizkörper-Reflexionsfolie übernimmt. Dazu wird die Folie hinter dem Heizkörper an der Wand befestigt. Doch damit die Folie ihre volle Wirkung entfalten kann und sich vor allem kein Schimmel zwischen Wand und Folie bildet, müssen ein paar Kleinigkeiten beachtet werden.

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Die wichtigsten Infos zu Heizkörper-Reflexionsfolie

Wir haben in diesem Beitrag die wichtigsten Infos zu Heizkörper-Reflexionsfolie zusammengestellt!:

Was genau ist Heizkörper-Reflexionsfolie?

Eine Heizkörper-Reflexionsfolie ist zwar keine innovative oder gar revolutionäre, dafür aber bewährte und durchaus wirksame Möglichkeit, um die Heizenergie besser auszunutzen und damit die Heizkosten zu senken.

Wer zum Beispiel in einem Altbau zur Miete wohnt, hat wenig Möglichkeiten, umfangreichere Arbeiten an der Dämmung zu veranlassen. Eine Heizkörper-Reflexionsfolie kann dann dazu beitragen, dass die Raumtemperatur bei gleichem Heizaufwand um ein bis zwei Grad höher ist.

In der Folge sinkt der Energiebedarf um bis zu zehn Prozent, was sich über die Monate natürlich auch in der Heizkostenrechnung bemerkbar macht.

Insgesamt hat eine Heizkörper-Reflexionsfolie drei Funktionen:

  1. Sie beugt einem Verlust der Heizwärme nach draußen durch eine dünne oder nicht isolierte Wand vor.

  2. Sie wirkt als Dämmung gegen die Kälte, die von außen eindringt.

  3. Sie reflektiert die Heizwärme zurück in den Raum.

Damit eine Heizkörper-Reflexionsfolie diese Funktionen erfüllen kann, besteht sie in aller Regel aus einem Trägermaterial aus Kunststoff. Das Trägermaterial, bei dem es sich zum Beispiel um PET oder EPS handeln kann, ist für die dämmende Wirkung zuständig und verleiht der Folie eine vergleichsweise hohe Eigenstabilität.

Es verhindert den Wärmeverlust durch dünne Außenwände ohne Isolierung und dämmt die Wand gleichzeitig gegen das Eindringen von Kälte.

Auf der Seite, die nach innen zeigt, hat die Folie eine metallische Beschichtung. Meist ist die Beschichtung auf einer Polymerfolie aufgebracht. Die Beschichtung sorgt für die Reflexion der Heizwärme in Richtung Innenraum.

Wie wird eine Heizkörper-Reflexionsfolie angebracht?

Die Folie wird hinter einem Heizkörper montiert. Das erfordert etwas Fingerfertigkeit, denn der Abstand zwischen dem Heizkörper und der Wand ist nicht allzu groß. Die Folien selbst gibt es in zwei Varianten, nämlich entweder als selbstklebende Reflexionsfolie oder als Reflexionsfolie mit Klebestreifen.

Der erste Schritt bei der Montage besteht immer darin, den Heizkörper auszumessen und die Position seiner Montagepunkte zu ermitteln. Anschließend kann die Folie im Format des Heizkörpers zugeschnitten werden.

Für die Montagepunkte werden Aussparungen in die Folie gearbeitet und mit Längsschlitzen bis zum Rand verlängert. So lässt sich die Folie dann über die Halterungen schieben.

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Die einfachste und bequemste Möglichkeit für das Anbringen der Folie ist, den Heizkörper zu demontieren. Dann kann die Wandfläche gründlich abgesaugt oder abgekehrt, die Folie angelegt und fest angedrückt werden.

Bei einer selbstklebenden Heizkörper-Reflexionsfolie wird dafür einfach das Trägerpapier abgezogen. Handelt es sich um eine nicht-selbstklebende Folie, gehören Klebepads oder Klebestreifen in aller Regel zum Lieferumfang. Allerdings halten sie oft nicht besonders gut. Besser ist deshalb, mit speziellen Montageklebestreifen zu arbeiten oder zusätzlich zu den mitgelieferten Klebestreifen punktuell Montagekleber aufzutragen.

Kann der Heizkörper nicht abgenommen werden, muss die Folie möglichst glatt und gerade zwischen Heizkörper und Wand geschoben werden.

Mit einer dünnen Malerrolle mit langem Stiel oder einem ähnlichen Hilfsmittel kann die Folie anschließend von oben nach unten und von der Mitte zu den Rändern hin an die Wand angedrückt werden.

Warum kann sich hinter einer Heizkörper-Reflexionsfolie Schimmel bilden und wie lässt er sich vermeiden?

Eine Heizkörper-Reflexionsfolie ist dafür da, die Heizenergie effizienter auszunutzen und damit die Heizkosten zu senken. Vor allem bei Heizkörpern, die wie typischerweise in Altbauen in Nischen an ungedämmten Außenwänden installiert sind, kann so eine Folie deshalb ein echter Pluspunkt sein.

Für Privatwohnungen werden oft Folien angeboten, die mit doppelseitigen Klebestreifen an der Wand befestigt werden. Kann der Heizkörper nicht demontiert werden, ist eine Montage in dieser Form deutlich einfacher als bei einer selbstklebenden Folie.

Denn eine Folie, die über die ganze Fläche von alleine klebt, gerade und faltenfrei in den Spalt zwischen Heizkörper und Wand einzubauen, kann zum Geduldsspiel werden.

Der große Nachteil von Folien mit Klebestreifen ist aber, dass dort, wo sich keine Klebepunkte befinden, kleine Spalten zwischen der Folie und der Wand verbleiben. Im Laufe der Zeit sammelt sich in diesen kleinen Zwischenräumen die Feuchtigkeit aus der Raumluft an und kondensiert. Kann die Feuchtigkeit dann nicht entweichen, bildet sich Schimmel.

Um Schimmel vorzubeugen, ist deshalb sehr wichtig, dass die Heizkörper-Reflexionsfolie möglichst bündig und vollflächig auf der Wand aufliegt. Mit einer selbstklebenden Folie gelingt das besser. Auf jeden Fall sollte aber darauf geachtet werden, die Folie sehr fest und ohne Lufteinschlüsse aufzukleben.

Eine Malerrolle oder eine kleine Gummiwalze leistet dabei gute Dienste. Optimal ist, wenn der Heizkörper demontiert werden kann. Denn so lässt sich die Folie einfach deutlich bequemer und sorgfältiger anbringen.

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Norbert Scheue, 47 Jahre, Verfahrenstechniker Kunststoff, Yvonne Niemann, 38 Jahre, Mediengestalter in Digital u. Print, Gerd Vogel, 42 Jahre, PG Cutter und Werbetechniker, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Folien, Klebefolien, Kunststoffe, Etiketten und Aufkleber für Privat oder Gewerbe.

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