Rasenkanten-Sperre aus Polyethylen – Infos und Anleitung, 2. Teil

Rasenkanten-Sperre aus Polyethylen – Infos und Anleitung, 2. Teil

Für die warme Jahreszeit muss der Garten auf Vordermann gebracht werden. Dazu gehört, Blumen und Gemüse zu pflanzen, das Unkraut zu entfernen und den Rasen zu mähen. Dabei machen sich oft die unsauberen Rasenkanten bemerkbar, die sich im Laufe der Zeit unkontrolliert verschoben haben. Rasen, der in die Beete und Wege hineinwuchert, sieht nicht nur unschön aus, sondern verursacht auch noch unnötige Zusatzarbeit.

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Rasenkanten-Sperre aus Polyethylen - Infos und Anleitung, 2. Teil

Effektive Abhilfe kann eine Rasenkanten-Sperre aus Polyethylen schaffen. Eine Rasenkanten-Sperre ist ein Wurzelschutz aus dünnen Kunststoffplatten oder -streifen, die das Austreiben der Rasenwurzeln verhindert.

Dadurch wächst der Rasen nur in den Flächen, für die er vorgesehen ist. Natürlich können auch Blumeninseln und Beete auf diese Weise eingegrenzt werden.

In einem zweiteiligen Beitrag schauen wir uns Rasenkanten-Sperren aus Polyethylen näher an. Dabei haben wir im 1. Teil beantwortet, was die Kunststoffstreifen auszeichnet, worauf es beim Kauf ankommt und welche Vorteile eine Rasenkanten-Sperre hat.

Jetzt, im 2. Teil, erklären wir Schritt für Schritt, wie der Hobbygärtner die Rasenkanten-Sperre errichtet:

Die Werkzeuge zum Errichten einer Rasenkanten-Sperre aus Polyethylen

  • Kunststoffstreifen in der benötigten Länge, 3 bis 5 mm stark und 20 bis 25 cm hoch
  • Metermaß
  • Schnur und Erdspieße
  • Spaten oder gerade Schaufel, bei harten Böden zusätzlich eine Hacke
  • Gummi- oder Kunststoffhammer
  • Wasserwaage

Die Anleitung zum Errichten einer Rasenkanten-Sperre aus Polyethylen

Das Errichten einer Rasenkanten-Sperre ist nicht schwer und sollte auch für einen Hobbygärtner mit wenig handwerklicher Erfahrung kein Problem sein.

Schritt 1: die Länge der Rasenkanten ermitteln

Zunächst muss der Hobbygärtner entscheiden, wie die Rasenkante verlaufen soll. Denn davon hängt ab, in welcher Länge er die Polyethylen-Streifen benötigt.

Am einfachsten lässt sich die Länge bei einem geraden Verlauf ermitteln. Hier kann der Hobbygärtner einfach das Maßband anlegen und die einzelnen Längen abmessen.

Verläuft die Rasenkante hingegen in einem Bogen, als Kreis, in Kurven oder in anderen Formen, empfehlen wir, den Verlauf mit einer Schnur auszulegen. Auf diese Weise lässt sich die Länge leicht ermitteln. Dabei kommt es jetzt aber noch nicht auf den Zentimeter an.

Tipp: Plant der Hobbygärtner Blumeninseln, kleine Beete oder Baumbepflanzungen innerhalb der Rasenfläche, diese Längen nicht vergessen!

Rasenkanten-Sperre aus Polyethylen - Infos und Anleitung, 2. Teil (1)

Schritt 2: den Verlauf der Rasenkanten-Sperre abstechen

Im Unterschied zu Rasenkantensteinen, die einen Graben für das Betonfundament erfordern, reicht bei einer Rasenkanten-Sperre aus Polyethylen ein kleiner Spalt aus. In diesen Spalt setzen wir später die Kunststoffstreifen ein.

Für den Spalt den Spaten senkrecht in die Erde treten und etwas vor- und zurückwippen. Dadurch vergrößert sich der Spalt und die Streifen lassen sich leichter einsetzen.

Der Spalt muss so tief sein, dass die Oberkante der Rasenkanten-Sperre etwa 5 cm über das Erdreich hinausragt. Bei 25 cm hohen Kunststoffstreifen sollte der Spalt also etwa 20 cm tief sein.

Wichtig beim Abstechen ist, dass sich die Spatenstiche ausreichend überlappen, damit tatsächlich ein gleichmäßiger und durchgehender Spalt entsteht.

Für einen perfekten Verlauf kann eine Schnur überaus hilfreich sein. Spannt der Hobbygärtner die Schnur mit Erdspießen entlang des Verlaufs, kann er beim Spatenstich einfach der Schnur folgen. Auch kurvige Verläufe und Rundungen lassen sich so problemlos gestalten.

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Schritt 3: die Polyethylen-Streifen einsetzen

Ist der Spalt über die gesamte Länge abgestochen, kann der Hobbygärtner die Kunststoffstreifen einsetzen. Ratsam dabei ist, die Streifen vorher an der Rasenkante entlang auszulegen. So kann sie der Hobbygärtner direkt nacheinander verarbeiten.

Die Streifen setzt der Hobbygärtner senkrecht von oben in den Spalt ein. Weil die Polyethylen-Streifen nur eine geringe Stärke aufweisen, sollte der Hobbygärtner einen neuen Streifen so ansetzen, dass er den vorhergehenden Streifen um etwa 5 cm überlappt.

Die Überlappung stellt sicher, dass die Wurzeln keine Lücke finden. Das gerade Ausrichten der Kante klappt mit einer Wasserwaage. Alternativ kann sich der Hobbygärtner an der gespannten Schnur orientieren.

Normalerweise sollten die Streifen problemlos in den Spalt rutschen. Falls nicht, kann der Hobbygärtner durch leichte Schläge nachhelfen. Dabei sollte er möglichst einen Gummi- oder Kunststoffhammer verwenden, um die Oberkante der Rasenkanten-Sperre nicht zu beschädigen.

Hat der Hobbygärtner keinen Gummihammer, kann er einen normalen Hammer mit einem weichen Tuch umwickeln oder ein Stück Holz als Zwischenschicht auflegen.

Wichtig ist aber, dass der Hobbygärtner darauf achtet, dass die Kunststoffstreifen ein paar Zentimeter herausgucken. Andernfalls kann die Rasenkanten-Sperre ihre Wirkung nicht entfalten.

Schritt 4: die Rasenkanten-Sperre befestigen

Bislang haben wir die Kunststoffstreifen nur in den Spalt hineingesteckt. Damit die nötige Stabilität entsteht, muss die Erde seitlich neben der Sperre wieder verdichtet werden. Das gelingt, indem der Hobbygärtner mit den Füßen leicht auf den Boden aufstampft.

Es kann sein, dass die Seite zur Rasenfläche jetzt nicht ganz so schön aussieht, weil der Rasen nicht bis an die Sperre heranreicht. Doch das ist nicht weiter schlimm.

Denn schon nach kurzer Zeit hat sich der Rasen erholt und ist dicht an die neue Sperre herangewachsen. Möchte der Hobbygärtner nachhelfen und den Vorgang beschleunigen, kann er ein paar Rasensamen aussehen.

Zum Schluss kann der Hobbygärtner noch die andere Seite der Rasenkanten-Sperre mit Erde, Mulch oder Kies auffüllen oder mit Blumen, Gemüse oder anderen Gewächsen bepflanzen. Damit ist der Garten bereit für die Saison!

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Norbert Scheue, - Verfahrenstechniker Kunststoffe, Yvonne Niemann, - Mediengestalter in Digital u. Print, Gerd Vogel, PG Cutter und Werbetechniker, Youtuberin Sevilart (Deko- & Bastelvideos) sowie Ferya Gülcan, Künstlerin, Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, Christian Gülcan - Inhaber Marketing u. Medienagentur, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Folien, Klebefolien, Kunststoffe, Etiketten und Aufkleber für Privat oder Gewerbe.

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