Anleitung: DIY Briefpapier mit Goldfolie

Anleitung: DIY Briefpapier mit Goldfolie

Ausgerechnet in einer Zeit, in der alle von Digitalisierung sprechen, erleben Briefe und Grußkarten ihr großes Comeback. Doch wirklich verwunderlich ist das nicht. Denn ein echtes Stück Papier mit ein paar persönlichen, vielleicht sogar von Hand geschriebenen Zeilen in den Händen zu halten, ist nun einmal eine andere Hausnummer, als eine elektronische Nachricht auf irgendeinem Bildschirm zu lesen.

Anleitung DIY Briefpapier mit Goldfolie

Besonders schön ist es dann natürlich, wenn auch das Briefpapier individuell angefertigt ist. Und das ist gar nicht so schwer. Wir zeigen in dieser Anleitung, wie mit Goldfolie im Handumdrehen edles DIY Briefpapier gestaltet werden kann.

DIY Briefpapier mit Goldfolie – die Materialien

  • Motive oder Schriftzüge, die vergoldet werden sollen

  • Papier und Laserdrucker

  • Gold-Transferfolie

  • Schere

  • Bügeleisen

  • harte, hitzefeste Unterlage, zum Beispiel ein Schneidebrett aus Holz

Gold-Transferfolien sind im Bastelbedarf erhältlich. Wichtig ist aber, dass es sich um eine Goldfolie handelt, bei der die Übertragung mithilfe von Hitze erfolgt. Mit einer herkömmlichen Goldfolie, die ohne Wärme verarbeitet wird, funktioniert die Methode leider nicht.

DIY Briefpapier mit Goldfolie – die Anleitung

Die Technik, die wir in dieser Anleitung vorstellen, eignet sich prima, um edles Briefpapier zu gestalten. Aber auch Einladungen und Grußkarten, Tischkärtchen, Namensschilder, Geschenkanhänger und ähnliche Papeterie kann auf diese Weise angefertigt werden.

Und wer Gold nicht so gerne mag, findet im Bastelbedarf Transferfolien noch in vielen anderen Farben. Nur bei der Auswahl eben darauf achten, dass die Folie für die Bearbeitung mit Wärme gedacht ist.

Die Motive vorbereiten

Zunächst wird das Motiv gestaltet. Dabei kann es sich um einen Schriftzug, ein Logo, ein bildliches Motiv oder ein Ornament handeln. Weil das Motiv flächig vergoldet wird, sollte es aus größeren Flächen bestehen und einfarbig gut aussehen. Neben Schriftzügen sind deshalb Bilder im Piktogramm-Stil die beste Wahl.

Ist das gewünschte Motiv erstellt, kann es auf das Briefpapier ausgedruckt werden. Und dabei sind zwei Dinge wichtig. Zum einen muss das Motiv mit einem Laserdrucker ausgedruckt werden. Wenn die Goldfolie transferiert wird, haftet sie durch die Wärme nämlich am Toner, also dem Farbpulver, das der Laserdrucker aufs Papier bringt.

Deshalb klappt der Transfer mit einem Ausdruck aus dem Tintenstrahldrucker nicht. Denn der Tintenstrahldrucker druckt nicht mit Farbpulver, sondern mit flüssiger Tinte.

Der zweite Punkt ist das Papier. Ein normales Kopierpapier ist oft ziemlich rau. Das führt dazu, dass die Goldfolie nicht flächig, sondern nur an den kleinen Erhebungen am Toner haftet.

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Es kann zwar toll aussehen, wenn das Motiv unregelmäßig vergoldet ist. Doch wer ein gleichmäßiges Ergebnis möchte, sollte zu einem glatten Papier greifen. Ein etwas dickeres Papier mit einer satinierten Oberfläche ist zum Beispiel eine gute Wahl.

Der Ausdruck selbst erfolgt am besten in schwarzer Farbe. Es ist aber nicht notwendig, das Motiv zu spiegeln. Denn die Goldfolie wird nicht wie ein Stempel aufgedruckt, sondern direkt auf das Motiv aufgebracht.

Das Motiv kann also direkt so auf dem Briefpapier angeordnet werden, wie es aussehen soll. Wer keinen Laserdrucker hat, kann das Motiv natürlich im Copyshop auf sein Papier drucken lassen.

Die Motive vergolden 

Ist das Briefpapier mit dem Laser-Ausdruck vorbereitet, beginnt der spannende Teil. Dafür wird das Papier auf eine harte und hitzebeständige Unterlage gelegt. Ein Schneidebrett aus Holz oder eine Steinplatte ist zum Beispiel gut geeignet. Das Bügelbrett eignet sich nicht, denn es ist zu weich.

Dann wird ein Stück Goldfolie so zugeschnitten, dass es das Motiv komplett abdeckt. Die Folie wird nun mit der Vorderseite nach oben auf das Motiv gelegt. Die Vorderseite ist die glänzende Seite, während die Rückseite matt ist.

Anschließend wird das Bügeleisen auf mittlere Temperatur (mit ausgeschalteter Dampffunktion) aufgeheizt. Mit dem warmen Bügeleisen wird die Folie jetzt aufgebügelt und damit übertragen. Dazu das Bügeleisen Stück für Stück jeweils ein paar Sekunden lang mit mäßigem Druck auf die Folie drücken.

Falls die Sohle des Bügeleisens durch die Löcher für die Dampffunktion ziemlich uneben ist, am besten nur den vorderen, glatten Bereich nutzen.

Ist die Folie aufgebügelt, kann mit dem Bügeleisen noch ein paar Mal über die ganze Fläche gefahren werden. Je nach Folie ist gut möglich, dass sich das Motiv jetzt schon abzeichnet.

Und keine Angst:

Gold-Transferfolie ist für die Behandlung mit Wärme ausgelegt. Sie schmilzt deshalb nicht und wird das Bügeleisen nicht ruinieren. Daher ist es auch nicht notwendig, Backpapier oder Stoff als Schutzschicht dazwischenzulegen. Dadurch würde nur unnötig Wärme verloren gehen.

Nach dem Aufbügeln muss die Folie kurz abkühlen. Dann kann sie vorsichtig von einer Seite her angehoben und abgezogen werden. Sollte der schwarze Ausdruck noch nicht ganz vergoldet sein, die Folie einfach zurückklappen und die Stellen noch einmal mit dem Bügeleisen bearbeiten. Fertig ist das DIY Briefpapier!

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Norbert Scheue, 47 Jahre, Verfahrenstechniker Kunststoff, Yvonne Niemann, 38 Jahre, Mediengestalter in Digital u. Print, Gerd Vogel, 42 Jahre, PG Cutter und Werbetechniker, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Folien, Klebefolien, Kunststoffe, Etiketten und Aufkleber für Privat oder Gewerbe.

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