Anleitung: Bunte Papiere mit der Folientechnik

Anleitung: Bunte Papiere mit der Folientechnik

Mithilfe der Folientechnik entstehen spannende Farbverläufe und ausdrucksstarke Farbmischungen. Die bunten Papiere können als abstrakte Kunstwerke für sich stehen oder für verschiedene Zwecke weiterverarbeitet werden. Ganz nebenbei ist die Folientechnik eine prima Übung, um ein Gefühl für den Umgang mit Acrylfarben zu bekommen. Und Spaß macht das kreative Werken obendrein.

Anleitung: Bunte Papiere mit der Folientechnik

In dieser Anleitung erklären wir, wie die Folientechnik funktioniert!

Bunte Papiere mit der Folientechnik gestalten – das wird benötigt

  • dickeres Malpapier oder Malkarton

  • Acrylfarben

  • Schwamm oder Pinsel

  • Müllbeutel oder Plastiktüten

  • Schere

Was die Farbtöne angeht, sind Primärfarben am besten geeignet. Denn als Grundfarben sind Primärfarben keine Mischungen. Bei Farbtönen, die bereits gemischt sind, kann das Ergebnis einen leichten grau-bräunlichen Stich haben.

Die Farben könnten dadurch so wirken, als wären sie irgendwie schmutzig. Andererseits kommt es auch immer auf die Qualität der verwendeten Acrylfarben an. Insofern spricht überhaupt nichts dagegen, zu experimentieren.

Bunte Papiere mit der Folientechnik gestalten – so wird’s gemacht

Für diejenigen, die wenig Geduld haben und das Ergebnis ihrer Arbeit gezielt beeinflussen möchten, ist die Folientechnik nicht geeignet. Denn die Folientechnik ist eine experimentelle Technik, bei der der Zufall mitmischt.

Kontrollieren lässt sich das Ergebnis kaum. Außerdem dauert es seine Zeit, bis das farbige Papier überhaupt begutachtet werden kann. Andererseits macht gerade das die Spannung und den Spaß aus.

Doch genug der Vorrede – fangen wir an!

  1. Schritt: den Malgrund anfeuchten

Acrylfarben trocknen relativ schnell und lassen sich dann nicht mehr miteinander vermischen. Aus diesem Grund sollte das Malpapier zunächst etwas anfeuchtet werden.

Dafür mit einem Schwamm oder einem Pinsel wenig sauberes Wasser aufnehmen und auf der Rückseite verteilen. Anschließend das Papier umdrehen und auf der Vorderseite ebenfalls leicht anfeuchten.

Es genügt aber, wenn das Malpapier wirklich nur leicht angefeuchtet ist. Es sollte nicht nass sein. Weil das Papier mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, ist ratsam, ein dickeres Malpapier oder einen Malkarton zu verwenden. Ein Gewicht von etwa 300 Gramm pro Quadratmeter ist optimal. Zu dünnes Papier könnte sich unschön wellen.

  1. Schritt: die Farben auftragen

Auf den feuchten Malgrund werden nun die Acrylfarben aufgetragen. Dazu können zwei, drei Farbtöne direkt aus der Tube oder Flasche auf den Malgrund gegeben werden.

Eine andere Möglichkeit ist, zunächst nur einen Farbton auf den Malgrund aufzubringen und grob mit einem breiten Pinsel zu verteilen. Anschließend kann dann ein zweiter Farbton hinzugefügt werden.

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Es ist nicht notwendig, dass die gesamte Fläche deckend mit Farbe überzogen ist. Allerdings sollten die Abstände zwischen den Farbklecksen eher klein sein, so dass sich die Farben im nächsten Schritt noch miteinander vermischen können.

  1. Schritt: die Folie auflegen

Nachdem die Farben auf dem Malgrund sind, kommt die Folie ist Spiel. Sie wird so zusammengerafft, dass sie ungefähr die gleiche Größe hat wie der Malgrund. Anschließend die Folie auf den Malgrund legen und sanft hin- und herbewegen. Dazu kann die ganze Folie verschoben oder nur stellenweise zusammengeknüllt, wieder auseinandergezogen oder anderweitig über den Malgrund bewegt werden.

Die Bewegungen führen dazu, dass sich die Farben unter der Folie miteinander vermischen. Gleichzeitig wird die Farbe, die an der Folie haften bleibt, verteilt.

Im Ergebnis entstehen verschiedenste Mischtöne und sanfte Farbübergänge. Die Falten der Folie wiederum sorgen für lebendige Strukturen und Muster innerhalb der Farbflächen.

Wenn die Folie vom Gefühl her genug bewegt wurde, bleibt sie, so drapiert wie sie dann ist, auf dem Malgrund liegen. Und das, je nach Farbmenge, für ungefähr 45 bis 60 Minuten.

  1. Schritt: die Folie entfernen

Wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um die Folie abzunehmen und das Werk zu betrachten, ist ein wenig Erfahrungssache. Wird die Folie zu früh abgenommen, sind die farbigen Strukturen nicht ganz so ausgeprägt, weil sie sich erst beim Trocknen entwickeln.

Bleibt die Folie hingegen zu lange auf dem Papier, kann sie stellenweise ankleben. Beim Abziehen würden dadurch Teile der Farbe abgerissen. Kleine weiße Stellen sind zwar nicht ganz so schlimm.

Denn sie können mit frischer Farbe kaschiert werden oder sogar für interessante Zusatzeffekte sorgen. Allerdings kann es auch passieren, dass der Malgrund beim Abnehmen der Folie reißt oder Löcher abbekommt.

Am Ende hilft hier nur ausprobieren. Aber das gehört bei experimentellen Techniken dazu und macht sie ein Stück weit aus.

Die fertigen Papiere können nun unterschiedlich verwendet werden. Eine Möglichkeit ist, sie als Hintergrund für ein Acrylbild zu nutzen. Genauso können sie eingerahmt und als abstrakte Bilder präsentiert werden.

Ebenfalls möglich ist, die Blätter zu zerschneiden und auf Grußkarten zu kleben, Geschenkanhänger und Lesezeichen daraus zu basteln oder die Abschnitte in Collagen zu integrieren.

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Norbert Scheue, 47 Jahre, Verfahrenstechniker Kunststoff, Yvonne Niemann, 38 Jahre, Mediengestalter in Digital u. Print, Gerd Vogel, 42 Jahre, PG Cutter und Werbetechniker, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Folien, Klebefolien, Kunststoffe, Etiketten und Aufkleber für Privat oder Gewerbe.

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