Infos und Tipps zu Tafelfarbe

Infos und Tipps zu Tafelfarbe

Anstriche mit Tafelfarbe fördern nicht nur die Kreativität, sondern sorgen auch für eine tolle Optik. Die dunkelgrüne oder schwarze Farbe setzt spannende Akzente an Wänden, aber auch auf Möbeln, Türen und anderen Oberflächen aus Holz oder Metall.

Infos und Tipps zu Tafelfarbe

Wir haben Infos und Tipps zu Tafelfarbe zusammengestellt!:

Welche Tafelfarbe eignet sich für die Gestaltung des Wohnraums?

So vielfältig wie die Einsatzbereiche von Tafelfarbe sind, so groß ist auch die Auswahl im Baumarkt oder Farbenfachhandel. Tafelfarbe gibt es von vielen verschiedenen Herstellern. Je nach Hersteller ist dabei anstelle von Tafelfarbe auch von Tafellack die Rede. Einen echten Unterschied gibt es aber nicht. Hinter beiden Bezeichnungen verbirgt sich das gleiche Produkt.

Beim Kauf ist wichtig, auf eine Tafelfarbe zu achten, die auf Wasserbasis hergestellt ist und weder Blei noch VOC enthält. Die klassischen Farbtöne für Tafellack sind schwarz und dunkelgrün.

Inzwischen gibt es Tafelfarbe aber auch in vielen anderen Farbtönen. Es ist sogar transparente Tafelfarbe erhältlich, die eine Fläche in eine beschreib- und abwischbare Tafel verwandelt, ohne dass das auf den ersten Blick zu sehen ist.

Wer keine fertige Tafelfarbe kaufen möchte, kann sie auch selbst anrühren. Dafür werden drei Teile Wandfarbe mit zwei Teilen Gips und einem Teil Wasser gemischt.

Ein Fachmann aus dem Farbenfachgeschäft kann hier sicher mit den richtigen Produkten und nützlichen Ratschlägen weiterhelfen.

Wie wird Tafelfarbe aufgetragen?

Beim Anstrich unterscheidet sich Tafelfarbe nicht von anderen Farben und Lacken.

Das bedeutet:

  • Die Fläche, die gestrichen werden soll, muss trocken, sauber und staubfrei sein. Alte Farb- oder Tapetenreste sollten entfernt und Unebenheiten mit Spachtelmasse aufgefüllt werden.

  • Bei einem sehr saugfähigen Untergrund ist es ratsam, zuvor eine Grundierung aus Tiefengrund aufzutragen.

  • Damit das Ergebnis schön gleichmäßig wird, ist eine Farbrolle aus Schaumstoff das ideale Werkzeug. Kleine Flächen können aber auch mit dem Pinsel gestrichen werden.

  • In aller Regel reicht ein einmaliger Anstrich aus. Dann genügt ein Liter Tafelfarbe für eine Fläche von etwa zehn Quadratmetern.

Grundsätzlich erfordert Tafelfarbe keinen glatten, ebenen Untergrund. Deshalb könnte die Farbe auch auf Raufaser aufgetragen werden. Allerdings würden die Unebenheiten erhalten bleiben.

Als echte Tafelfläche, die beschrieben und wieder abgewischt werden kann, wäre die gestrichene Fläche dadurch kaum nutzbar. Besser ist deshalb, auf dem entsprechenden Feld eine Holz- oder Gipskartonplatte anzubringen.

Wo kann Tafelfarbe zum Einsatz kommen?

In einer Wohnung gibt es unzählige Bereiche und verschiedenste Möglichkeiten, wo und wie Tafelfarbe eingesetzt werden kann. Der Klassiker ist sicher die Gestaltung im Kinderzimmer. Schließlich freut sich jedes Kind, wenn es in seinem Zimmer große Flächen hat, auf denen es malen kann.

Dabei können die Eltern eine Wandfläche mit Tafelfarbe streichen. Doch auch auf der Kinderzimmertür, der Tür vom Kleiderschrank oder der langweiligen Verkleidung vom Hochbett macht sich Tafelfarbe prima.

Werden die Schubladen einer Kommode mit Tafelfarbe lackiert und ihre Inhalte mit gemalten Symbolen und geschriebenen Wörtern darauf vermerkt, ist einerseits schnell für Ordnung gesorgt. Andererseits lernt das Kind auf spielerische Art, Bilder und Wörter miteinander zu verknüpfen.

Doch neben dem Kinderzimmer ist Tafelfarbe auch an anderen Stellen gut aufgehoben.

Hier ein paar Anregungen:

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  • In einem schmalen Flur fehlt oft der Platz für Möbel. Tafelfarbe kann dann für ein lebendiges Bild sorgen und nebenbei die Pinnwand ersetzen.

  • Ein Sockel aus Wandfarbe am Treppenaufgang bietet einerseits Platz für nette Botschaften. Andererseits bleibt der Bereich sauber, weil die Fläche einfach feucht abgewischt werden kann.

  • In der Küche lockert Wandfarbe die Optik schön auf. Außerdem entsteht so Platz für einen großen Einkaufszettel, das geplante Wochenmenü oder die Lieblingsrezepte.

  • Wer nicht gleich eine Küchenwand streichen möchte, kann Tafelfarbe für Kunststoff auch auf den Kühlschrank auftragen. Er sieht dadurch chic aus und zeigt an, was nachgekauft werden muss.

  • Auf der Rückwand von einem offenen Regal ersetzt Wandfarbe irgendwelche Deko, die sonst nur verstaubt. Andersherum kann eine kleine Schiebtür eine hübsche Bildfläche bieten und gleichzeitig die Utensilien dahinter verschwinden lassen.

  • Der Bereich rund um den Arbeitsplatz kann mit Tafelfarbe gestrichen werden. Werden darauf dann Notizen, Termine und andere Dinge festgehalten, sind sie schön übersichtlich auf einen Blick zu sehen. Nebenbei wird Papier geschont und eine Pinnwand überflüssig.

  • Im Wohnzimmer würde ein großes Gemälde vielleicht etwas zu wuchtig wirken. Ein Feld aus Tafelfarbe kann dann für eine tolle Deko sorgen, die zudem jederzeit erneuert werden kann.

  • Eine mit Tafelfarbe lackierte Tischplatte schafft nicht nur viel Platz für Notizen und Malereien. Werden darauf Vokabeln oder Matheformeln notiert, kann das Lernen sogar Spaß machen.

Wie lässt sich Tafelfarbe wieder entfernen?

Wurde eine Fläche mit Tafelfarbe auf Wasserbasis gestrichen, kann sie sich problemlos in eine helle Wand zurückverwandeln. Ratsam dabei ist, die Übergänge zwischen der Tafelfarbe und der angrenzenden Wandfarbe leicht anzuschleifen.

Anschließend kann die Wand mit einer gut deckenden Wandfarbe gestrichen werden. Zwei Anstriche sollten dann ausreichen, um die Tafelwand verschwinden zu lassen.

Eine Alternative zu Tafelfarbe ist Tafelfolie. Sie kann auf nahezu alle glatten Oberflächen aufgeklebt werden. Genauso wie Tafellack kann auch Tafelfolie beschriftet und abgewischt werden. Hat sie irgendwann ausgedient, lässt sie sich ohne Rückstände wieder entfernen. Allerdings ist Tafelfolie nur für kleinere Flächen geeignet.

Ein letzter Tipp zum Schluss

Damit die Bilder und Notizen auch wirklich wieder abgewischt werden können, sollte auf der Tafelfläche nur richtige Kreide zum Einsatz kommen. Kreidemarker lassen sich nicht ohne Rückstände entfernen. Und: Das Wegwischen sollte mit einem feuchten Schwamm erfolgen.

Ein trockenes Tuch wischt die Kreide nicht richtig weg, sondern verteilt sie eher auf der Fläche. Dadurch bleibt ein Kreidefilm zurück, der die Fläche im Laufe der Zeit grau werden lässt.

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Norbert Scheue, 47 Jahre, Verfahrenstechniker Kunststoff, Yvonne Niemann, 38 Jahre, Mediengestalter in Digital u. Print, Gerd Vogel, 42 Jahre, PG Cutter und Werbetechniker, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Folien, Klebefolien, Kunststoffe, Etiketten und Aufkleber für Privat oder Gewerbe.

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