Folienbeschichtung

Folienbeschichtung

 

Der Begriff Folienbeschichtung bezeichnet den Vorgang, wenn eine Oberfläche mit einer Folie überzogen wird. Synonym wird hierfür auch die Bezeichnung Folierung verwendet, wobei zwischen einer Vollfolierung und einer Teilfolierung unterschieden wird. Bei einer Vollfolierung handelt es sich um eine vollständige Verklebung, die Folien werden also über die gesamten Flächen aufgebracht.

Solche vollflächige Folienbeschichtungen finden sich beispielsweise im Fahrzeugbereich, wenn die Fahrzeuge vollständig mit Folien beschichtet werden, wobei sich diese Folien dann wie eine zweite Haut oder eine neue Lackschicht über die Außenkarosserie legen.

Teilfolierung

Teilfolierung bedeutet, dass die Folien nur in bestimmten Teilbereichen aufgeklebt werden. Hierbei kann es sich um Folien, Aufkleber und Etiketten handeln, die nicht über die gesamte Fläche aufgebracht werden, sondern beispielsweise als Dekoraufkleber auf Autos nur bestimmte Teilflächen abdecken und so für optische Highlights sorgen.

Wie die Folienbeschichtung ausgeführt wird, hängt von den verwendeten Folien sowie von dem Untergrund ab. So gibt es beispielsweise das Kalt-Warm-Verfahren. Dabei werden die Folien auf die kalten Oberflächen aufgezogen, ausgelegt und anschließend mithilfe von Heißluft in Form gebracht und verklebt.

Folien, Aufkleber und Etiketten, die für die Selbstmontage konzipiert sind, werden hingegen üblicherweise mit dem Trocken- oder dem Nassklebeverfahren aufgebracht. Kleinere Aufkleber und Etiketten sind dabei im Normalfall für das Trockenklebeverfahren ausgelegt. Das bedeutet, hier muss nur das Trägermaterial abgezogen werden und danach können die Aufkleber und Etiketten auf die gewünschten Stellen gelegt und festgedrückt werden. Wichtig ist beim Verkleben jedoch immer, dass die jeweilige Stelle sauber sowie fett- und staubfrei ist.

 

Anleitung zum Nassklebeverfahren für größere Folien

 

Bei größeren Folien und Aufklebern sowie bei Flächen, die exakt beklebt werden müssen, sehen die Anleitungen meist das Nassklebeverfahren vor. Hierbei wird zunächst Wasser mit wenigen Tropfen Spülmittel oder einer speziellen Montageflüssigkeit vermischt. Mithilfe einer Sprühflasche werden dann sowohl die zu beklebende Fläche als auch die Klebeschicht der Folie angefeuchtet. Anschließend wird die Folie auf der Fläche positioniert und mit einem Kunststoffrakel ausgestrichen.

Gearbeitet wird dabei immer von innen nach außen, denn dadurch werden Luftbläschen und Falten sowie die Flüssigkeit unter der Folie nach außen gedrückt. Durch die feuchten Klebeflächen kann die Folie vorsichtig abgehoben und bei Bedarf korrigiert werden, denn es dauert länger, bis der Kleber richtig haftet. Kleinere Luftbläschen sowie milchige Schlieren sind bei einer Nassverklebung übrigens nicht weiter schlimm.

Die Schlieren entstehen durch den angelösten Kleber und verschwinden von selbst, wenn die gesamte Feuchtigkeit verdunstet und der Kleber durchgetrocknet ist. Auch kleine Luftbläschen verschwinden in aller Regel von alleine. Größere Luftbläschen hingegen sollten mit einer spitzen Nadel aufgestochen und ausgestrichen werden.

Um die Oberfläche der Folie dabei zu schonen, sollte die Folie aber entweder angefeuchtet oder der Rakel in ein weiches Tuch eingeschlagen werden.

 

Weiterführende Anleitungen, Folien und Tipps:

  • Folien selber machen
  • Folien zum aufbügeln
  • Folienbeschriftung
  • Foliendesign
  • Folienmuster
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    Thema: Folienbeschichtung

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