PP-Folien

PP-Folien

 

Die Basis für PP-Folien bildet, wie die Bezeichnung bereits nahelegt, der Kunststoff Polypropylen, kurz PP. Dabei gehört PP zu den recht jungen Kunststoffen aus der Gruppe der Polymere. Seit Anfang der 1980er-Jahre wurde PP zunehmend häufiger für Folien, Aufkleber und Etiketten genutzt und hat mittlerweile nicht nur die Produktionsmengen von Standard-Kunststoffen erreicht, sondern vor einigen Jahren sogar den bis dahin unbestrittenen Spitzenreiter PVC überholt.

Aus Sicht der Hersteller gibt es auch einige überzeugende Argumente, die für die Verwendung des Kunststoffes PP sprechen. Das geringe spezifische Gewicht, der Einsatz kostengünstiger Rohmaterialien und die modernen Verarbeitungsmethoden machen PP aus wirtschaftlicher Sicht äußerst attraktiv.

PP ist geschmacksneutral, geruchlos, haut- sowie schleimhautverträglich und damit physiologisch unbedenklich. Aus diesem Grund kann der Kunststoff PP auch im Lebensmittelbereich sowie in der Pharmazie und der Medizin eingesetzt werden. Hinzu kommt, dass PP gegenüber nahezu allen organischen Lösungsmitteln, Fetten und den meisten Laugen und Säuren beständig ist.

 

PP-Folien enthalten keine Weichmachern oder Säuren und in aller Regel auch keine Schwermetallverbindungen.

Damit nehmen PP-Folien keine schädlichen Einflüsse auf Kontaktstoffe oder Füllgüter. Alle diese Gründe führen dazu, dass Folien, Aufkleber und Etiketten aus PP in den unterschiedlichsten Bereichen zu finden sind. So werden PP-Folien beispielsweise als Klebefolien, im Zusammenhang mit Büroartikeln, als Verpackungen, als Einbände für Bücher oder als Schutzhüllen genutzt. Wie die einzelnen Produkte verwendet werden können und gehandhabt werden sollten, ergibt sich aus den Anleitungen der Hersteller.

So reicht es beispielsweise bei einfachen Schutzhüllen meist aus, diese nur entsprechend zu knicken, während sich das Aufziehen von selbstklebenden PP-Folien vor allem bei größeren Flächen schon als etwas anspruchsvoller erweisen kann.

 

BOPP-Folien

 

Übrigens handelt es sich auch bei vielen Verpackungsklebebändern um PP-Folien. Hierbei werden die PP-Folien jedoch meist zuerst zu sogenannten BOPP-Folien weiterverarbeitet. Durch den Prozess des Verstreckens können PP-Folien deutlich stabiler gemacht werden.

Dazu wird die Folie zunächst über Walzen geführt, die in Richtung der Maschinen immer schneller werden und die Folien dadurch in Längsrichtung strecken. Danach wird dieser Vorgang wiederholt, allerdings werden die Folien nun in Querrichtung gestreckt.  

Die dadurch entstandenen BOPP-Folien werden anschließend unterschiedlich beschichtet, je nach Verwendungszweck der Klebebänder entweder mit synthetischem oder mit Naturkautschuk, mit einem Haftschmelzklebstoff oder mit einer Acrylatdispersion.

Für PP-Folien spricht außerdem, dass diese recycelt werden können, entweder indem die Werkstoffe selbst recycelt werden oder im Rahmen einer thermischen Verwertung. 

 

Weiterführende Anleitungen, Folien und Tipps:

  • Cover-Folien
  • Display-Folien
  • Flex-Folien
  • Folien für Fliesen
  • Folien für Möbel
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    Thema: PP-Folien

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