Kühlpad selber machen – so geht’s

Kühlpad selber machen – so geht’s

Ob Beule oder blauer Fleck, Zahnschmerzen, kleine Zerrung oder Insektenstich: Ein Kühlpad verschafft oft Linderung, denn das kalte Gel vermindert die Schmerzen und wirkt einer Schwellung entgegen. Dabei ist es aber nicht notwendig, eine oder mehrere Kühlkompressen zu kaufen. Denn die praktischen Helfer lassen sich ohne großen Aufwand selbst herstellen.

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Kühlpad selber machen - so geht's

Wir erklären, wie es geht!:

Kühlpad selber machen – die benötigten Materialien

Für eine kühlende Kompresse, die ungefähr 15 x 20 cm groß ist, werden folgende Zutaten und Utensilien benötigt:

  • 480 ml Wasser

  • 50 g Speisestärke

  • 50 g Salz

  • Lebensmittelfarbe nach Wunsch

  • Topf, Kochlöffel und Esslöffel

  • stabiler Gefrierbeutel mit Druck- oder Zip-Verschluss

  • Stoff, Faden und Nadel oder Nähmaschine für eine Hülle, wenn gewünscht

Wer sich das Abmessen bzw. Abwiegen der Zutaten sparen möchte, kann stattdessen einfach eine herkömmliche Tasse als Messbecher nehmen. In diesem Fall werden für das Gel 2 Tassen Wasser und je ½ Tasse Speisestärke und Salz verwendet.

Gefrierbeutel mit Zip oder Plastikbeutel, die oben zusammengedrückt werden, sind für das selbstgemachte Kühlpad bestens geeignet. Wirkt ein Beutel nicht stabil genug, kann er einfach in einen zweiten, verschließbaren Plastikbeutel gesteckt werden.

Kühlpad selber machen – so geht’s

Kühlpacks aus der Apotheke oder Drogerie sind zwar nicht besonders teuer. Aber sie enthalten oft Gele mit bedenklichen Inhaltsstoffen. Wer sein Kühlpad selbst herstellt, entlastet nicht nur die Umwelt, umgeht gesundheitliche Risiken, vermeidet Plastikmüll und schont seinen Geldbeutel.

Weil die Zutaten meist ohnehin im Haushalt vorhanden sind, kostet die DIY-Kühlkompresse nichts. Außerdem kann sie durch die Farbe und die Hülle individuell gestaltet werden. Dadurch ist es gleich nur noch halb so schlimm, wenn das Kühlpad tatsächlich einmal eingesetzt werden muss.

Schritt 1: das Gel herstellen

Für das kühlende Gel das Wasser, die Speisestärke und das Salz in einen Topf geben und gut miteinander mischen. Anschließend unter Rühren einmal aufkochen lassen.

Wer möchte, kann die Mischung nun mit Lebensmittelfarbe einfärben. Üblicherweise ist das Gel in Kühlkompressen blau. Beim selbstgemachten Kühlpad kann aber natürlich auch ein anderer Farbton verwendet werden. Wenn die Lebensmittelfarbe gleichmäßig untergerührt ist, das Gel abkühlen lassen.

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Schritt 2: den Beutel befüllen

Das abgekühlte Gel kann jetzt in den Plastikbeutel eingefüllt werden. Das klappt am besten, wenn der Beutel in ein höheres Gefäß gestellt und sein Rand nach außen umgestülpt wird. Dann das Gel mit einem Esslöffel in den Beutel geben.

Der Plastikbeutel sollte zu etwa drei Vierteln mit dem Gel befüllt sein. Diese Menge genügt für die Kühlkompresse und sorgt gleichzeitig dafür, dass das Kühlpad flexibel genug bleibt, um sich an die betroffene Körperstelle anzupassen.

Nach dem Befüllen den Beutel aus dem Gefäß nehmen, die Luft möglichst vollständig herausdrücken und den Beutel verschließen.

Vor dem ersten Einsatz das Kühlpad ins Gefrierfach legen und komplett durchkühlen lassen. Auch nach dem Gebrauch ist das Kühlpad im Gefrierfach oder Kühlschrank am besten aufgehoben.

Schritt 3: eine Hülle für das Kühlpad nähen

Es ist nicht unbedingt notwendig, eine Hülle für das Kühlpad anzufertigen. Aber zum einen ist das Kühlpad mit einem eigenen Bezug schneller einsatzbereit, weil nicht erst nach einem Geschirr- oder Handtuch gesucht werden muss. Und zum anderen sieht eine Hülle einfach hübscher aus.

Der Bezug für das Kühlpad kann aus Stoffresten oder einem ausgemusterten Kleidungsstück genäht werden. Dabei werden drei Stoffstücke benötigt, nämlich eines für die Vorderseite und zwei für die Rückseite.

Das Stoffstück für die Vorderseite sollte je 3 cm breiter und länger sein als der befüllte Plastikbeutel. Ist das Kühlpad zum Beispiel 15 x 20 cm groß, sollte der Stoff für die Vorderseite also 18 x 23 cm groß sein.

Die Rückseite der Hülle besteht aus zwei Stoffstücken, die sich überlappen. Dafür wird ein kleineres Stoffstück benötigt, das ebenfalls 3 cm breiter und halb so lang ist wie der Beutel. In unserem Beispiel wären das somit 18 x 10 cm.

Das zweite, größere Stoffstück hat die gleiche Breite, ist aber 8 cm länger. Für unser Kühlpad wäre dieses Stoffstück demnach 18 x 18 cm groß.

Nun die beiden Stoffstücke für die Rückseite an einer 18 cm langen Kante etwas umklappen und säumen. Anschließend die beiden Stoffstücke für die Rückseite sowie den Stoff für die Vorderseite aufeinanderlegen, mit Stecknadeln fixieren und rundherum zusammennähen.

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Dann den Bezug auf die richtige Seite wenden. Durch den überlappenden Stoff auf der Rückseite kann der Plastikbeutel ähnlich wie bei einem Kissenbezug mit Hotelverschluss einfach in den Bezug gesteckt werden.

Das selbstgemachte Kühlpad nutzen

Wie schon erwähnt, sollte das Kühlpad entweder im Gefrierfach oder im Kühlschrank aufbewahrt werden. So ist es stets gut durchgekühlt und sofort einsatzbereit, wenn Bedarf besteht.

Weil das Gel viel Salz enthält, ist eine zusätzliche Konservierung nicht notwendig. Gleichzeitig bewirkt die Mischung, dass das Gel nicht hart gefriert, sondern weich bleibt und sich an die Form der jeweiligen Körperstelle anpasst.

Wird das Kühlpad aus dem Gefrierfach genommen, sollte es entweder in die passende Hülle gesteckt oder in ein dünnes Handtuch eingewickelt werden. Andernfalls könnte es zu Erfrierungen kommen.

Andersherum kann das Kühlpad auch als Wärmekissen verwendet werden. Dafür den Plastikbeutel aus der Stoffhülle nehmen und entweder kurz in warmes Wasser oder auf die Heizung legen. Bei Verspannungen, zum Aufwärmen der Füße oder bei kalten Händen wirkt das Gelkissen sehr angenehm.

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Norbert Scheue, - Verfahrenstechniker Kunststoffe, Yvonne Niemann, - Mediengestalter in Digital u. Print, Gerd Vogel, PG Cutter und Werbetechniker, Youtuberin Sevilart (Deko- & Bastelvideos) sowie Ferya Gülcan, Künstlerin, Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, Christian Gülcan - Inhaber Marketing u. Medienagentur, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Folien, Klebefolien, Kunststoffe, Etiketten und Aufkleber für Privat oder Gewerbe.

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