Sonnenfänger selber machen – so geht’s

Sonnenfänger selber machen – so geht’s  

Wenn in der warmen Jahreszeit die Sonne scheint, haben Sonnenfänger Hochsaison. Denn die hübschen, bunten Scheiben fangen die Sonnenstrahlen auf, lassen das Sonnenlicht hindurch scheinen und sorgen so für herrliche Lichtspiele im Fenster, auf der Terrasse oder im Garten. Und Sonnenfänger lassen sich ganz einfach selbst herstellen.

Wie es geht, erklärt die folgende Anleitung:

 

Die Materialien für die Sonnenfänger

  • ·         Schmelzgranulat in den Wunschfarben
  • ·         Schmelzform, z.B. Metallteller, Boden einer alten Kuchenform oder Silikonform
  • ·         Backofen
  • ·         Bohrer und Faden oder Schnur zum Aufhängen

 

Sonnenfänger selber machen – so geht’s

Schmelzgranulat ist im Bastelbedarf in vielen verschiedenen Farben erhältlich. Im Backofen schmelzen die kleinen Körner aus Kunststoff, genauer gesagt aus Polystyrol, und verbinden sich zu einer geschlossen Fläche. Im Ergebnis entsteht eine bunte Scheibe, die an Glas erinnert und durch die das Sonnenlicht farbenfroh hindurchschimmert.

Die Herstellung selbst ist kinderleicht:

·         Zuerst wird eine geeignete Schmelzform ausgewählt. Dies kann ein ausgemusterter Metallteller, ein glatter Boden von einer Backform, eine Silikonform oder ein altes Blechtablett sein. Wichtig ist nur, dass die Schmelzform die Wärme im Backofen aushält, also selbst nicht auch schmilzt. Zudem sollte die Schmelzform einen Rand haben, damit das flüssige Granulat nicht ausläuft. Die Größe der Schmelzform bestimmt darüber, wie groß der fertige Sonnenfänger wird. Sollte die Form zu groß sein, kann ein stabiler Rand aus Alufolie gefaltet und die Form so verkleinert werden.

·         Die Schmelzform wird nun mit dem Schmelzgranulat befüllt. Dazu werden die kleinen Kunststoffkörner im gewünschten Muster in die Schmelzform eingestreut. Dabei sollte die Schicht etwa fingerdick sein. Denn beim Schmelzen schrumpft das Granulat zusammen und wenn zu wenig Granulat verwendet wird, wird die fertige Scheibe zu dünn.

·         Soll der Sonnenfänger nicht nur ein buntes Muster erhalten, sondern bestimmte Motive zeigen, bieten sich Ausstechförmchen für Plätzchen als ideales Hilfsmittel an. Sie werden in die Schmelzform gestellt und mit dem Granulat gefüllt. Anschließend wird auch die Schmelzform um die Ausstecher herum mit Granulat aufgefüllt. Ist alles fertig, werden die Ausstechförmchen vorsichtig herausgezogen.

·         Die Schmelzform kommt nun bei etwa 180 Grad Celsius für ungefähr 20 Minuten in den Backofen. Schon nach kurzer Zeit beginnt das Granulat, zu schmelzen und sich zu einer Masse zu verbinden.

·         Nach dem Schmelzen wird die Schmelzform vorsichtig aus dem Backofen genommen – Achtung, sehr heiß! – und zum Abkühlen beiseite gestellt. Während die Masse abkühlt, härtet sie aus. Dass es dabei immer wieder hörbar knackt, ist völlig normal.

·         Ist der Kunststoff komplett abgekühlt und ausgehärtet, kann der Sonnenfänger aus der Form genommen werden. Sollte er dabei versehentlich zu Bruch gehen, wird die Form einfach noch einmal kurz in den Backofen gegeben. Gleiches gilt, wenn der Sonnenfänger doch zu dünn geworden ist. In diesem Fall wird eine weitere Schicht Granulat aufgestreut und das Ganze erneut gebacken.

·         Zum Schluss muss nur noch ein kleines Loch in den Sonnenfänger gebohrt und ein Faden als Aufhänger befestigt werden. Fertig ist der selbstgemachte Sonnenfänger!

Statt einer großen Scheibe als Sonnenfänger lässt sich nach dem gleichen Prinzip übrigens auch ein Mobile aus verschiedenen kleinen Sonnenfängern basteln. Dazu werden kleine Schmelzformen, beispielsweise Plätzchenausstecher oder Einwürfelbehälter aus Silikon, mit Granulat befüllt. Nach dem Schmelzen und Abkühlen können die Mini-Sonnenfänger dann zu einem Mobile oder Windspiel arrangiert werden. Und natürlich machen sich die kleinen, farbenfrohen Teile auch prima als Deko in einer Glasvase, als Streuteile auf dem Tisch, als originelle Schmuckanhänger, als chice Geschenkanhänger, als hübsche Schlüsselanhänger oder, oder, oder…

 

Sonnenfänger selber machen – eine andere Anleitung

Eine andere Möglichkeit, wie ganz einfach tolle Sonnenfänger angefertigt werden können, kommt mit noch einfacheren Materialien und ohne Backofen aus. Allerdings braucht es etwas mehr Geduld.

Für diese Sonnenfänger werden

  • ·         Formen, z.B. Plastikteller, Deckel von Gurkengläsern oder leere Verpackungen aus Kunststoff,
  • ·         weißer Bastelkleber,
  • ·         Lebensmittelfarben,
  • ·         Zahnstocher oder Schaschlikspieße und
  • ·         Faden

benötigt. Als erstes werden die Formen mit dem Bastelkleber befüllt. Dabei sollten die Schichten mindestens 5 mm dick sein. Je dicker die Schichten sind, desto besser, denn dadurch werden die Sonnenfänger stabiler. Auf die Kleberschicht werden dann einige Tropfen Lebensmittelfarbe gegeben und mit einem Zahnstocher oder Schaschlikspieß zu hübschen Mustern ineinandergezogen.

Lebensmittelfarben sind deshalb ideal geeignet, weil sie genauso wie der Bastelleim transparent auftrocknen. Dadurch schimmert das Sonnenlicht später toll durch die Sonnenfänger hindurch. Wasserfarben wären nach dem Trocknen zu blass. Acrylfarben und Tinte oder Tusche funktionieren zwar auch, die Sonnenfänger werden dann aber nicht unbedingt durchsichtig.

Sind die Muster fertig, muss der Bastelkleber trocknen. Das dauert je nach Größe und Dicke mehrere Tage. Ob der Kleber durchgetrocknet ist, lässt sich daran erkennen, dass er nun transparent ist und sich die Sonnenfänger mühelos aus der Form lösen lassen. Dann müssen die Sonnenfänger nur noch gelocht und mit einem Faden ausgestattet werden – und schon sind sie fertig zum Aufhängen.

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