Mal- und Schreibtafel selber machen – so geht’s

Mal- und Schreibtafel selber machen – so geht’s

Ob als Spielzeug im Kinderzimmer, für Notizen in Flur und Küche, als Bilder mit Botschaften und Lieblingssprüchen, als witziger Ersatz für schnöde Grußkarten oder als originelle Deko, die ganz nach Lust und Laune immer wieder neu gestaltet werden kann: Mal- und Schreibtafeln sind sehr vielseitig einsetzbar.

Mal- und Schreibtafel selber machen - so geht's

Die Exemplare, die im Handel erhältlich sind, machen allerdings optisch oft nicht besonders viel her. Denn sie sind meist recht schlicht gehalten und von einfachen, langweiligen Holzrahmen umgeben.

Und wenn sich in einem Deko- oder Möbelladen mal eine Tafel mit einem chicen Rahmen findet, ist der Preis häufig ganz schön hoch.

Also muss eine andere Lösung her. Und die lautet: Selbermachen! Wir zeigen in dieser Anleitung, wie aus einem normalen Bilderrahmen und etwas Tafelfolie im Handumdrehen eine richtig schöne Mal- und Schreibtafel wird.

Mal- und Schreibtafel selber machen – die benötigten Materialien

  • Bilderrahmen mit Scheibe in der gewünschten Form und Größe

  • selbstklebende Tafelfolie

  • Cutter oder Schere und Stift

  • Rakel oder Scheckkarte und Küchenrolle

  • Kreide oder Kreidemarker zum späteren Beschriften

Mal- und Schreibtafel selber machen – so geht’s

Anstelle von Tafelfolie könnte die Schreib- und Maltafel auch mit Tafelfarbe hergestellt werden. Vom Gefühl beim Beschriften und Bemalen her, kommt Tafelfarbe einer klassischen Tafel mitunter etwas näher.

Allerdings muss die Farbe möglichst gleichmäßig mit dem Pinsel oder der Farbrolle aufgetragen werden. Und bis die Farbe richtig deckt, sind meist mehrere Schichten notwendig. Dazwischen muss die Tafelfarbe immer wieder trocknen.

Tafelfolie lässt sich deutlich schneller und einfacher verarbeiten. So ist die DIY-Tafel im Handumdrehen fertig und einsatzbereit.

  1. Schritt: die Tafelfolie zuschneiden

Zunächst wird der Bilderrahmen auseinandergenommen. Für den Zuschnitt der Tafelfolie kann nämlich die Scheibe des Rahmens als Schablone verwendet werden. Auf diese Weise hat die Folie automatisch die richtige Größe, ohne dass umständlich ausgemessen und angezeichnet werden muss.

Um die Tafelfolie zuzuschneiden, wird sie mit der Rückseite nach oben auf die Arbeitsfläche gelegt. Anschließend wird darauf die Scheibe positioniert. Nun kann die Scheibe mit einer Hand fixiert und der Cutter mit der anderen Hand an den Kanten entlang geführt werden.

Wer sich den Zuschnitt so nicht zutraut oder lieber mit der Schere arbeiten möchte, legt die Scheibe auf die Folienrückseite und überträgt den Umriss mit einem Stift. Anschließend schneidet er die Folie zu.

Tipp:

Wenn ein älterer Bilderrahmen verarbeitet wird, der keine Scheibe hat, kann die Rückwand zur Tafelfläche umfunktioniert werden. Wichtig ist dann nur, die Folie auf der glatten Seite der Rückwand anzubringen. Eine andere Möglichkeit ist, ein Stück festen Karton passend zuzuschneiden und mit der Folie zu bekleben.

Anzeige
  1. Schritt: die Tafelfolie anbringen

Nun wird die Tafelfolie auf die Scheibe aufgezogen. Dafür das Schutzpapier auf der Folienrückseite ein kleines Stück abziehen, die Folie gerade am Rand der Scheibe auflegen und andrücken.

Damit die Tafelfolie gut hält und sich darunter keine Luftblasen oder Falten bilden, kann die aufgeklebte Folie auch gleich ausgestrichen werden. Das richtige Hilfsmittel dazu ist ein Rakel.

Wer keinen Gummi- oder Kunststoffrakel hat, kann sich mit einer Scheckkarte behelfen, die er in ein Stück Küchenrolle, ein Taschentuch oder einen weichen Lappen einschlägt. Die weiche Umhüllung verhindert Kratzer auf der Folie.

Mit dem Hilfswerkzeug wird die Folie dann von der Mitte aus zu den Rändern hin ausgestrichen. Auf diese Weise werden Lufteinschlüsse nach außen herausgeschoben.

Ist das erste Stück Folie angebracht, wird das Schutzpapier ein Stück weiter abgezogen, die Folie wieder angedrückt und ordentlich ausgestrichen. So geht es Stück für Stück weiter, bis die ganze Scheibe beklebt ist.

Sollte die Folie etwas zu groß sein und an den Kanten überstehen, wird sie einfach nach unten gedrückt und an den Seiten der Scheibe festgeklebt.

  1. Schritt: die Mal- und Schreibtafel zusammenbauen

Nun muss der Bilderrahmen nur noch zusammengebaut werden. Dazu den Rahmen mit der Vorderseite nach unten auf die Tisch legen. Anschließend wird die beklebte Scheibe eingelegt.

Darüber kommt die Rückwand und zum Schluss werden die Klammern eingeschoben, die die Rückwand in ihrer Position halten. Damit ist die selbstgemachte Mal- und Schreibtafel fertig!

Um auf der Tafel zu malen und zu schreiben, kann herkömmliche Tafelkreide verwendet werden. Im Handel sind außerdem Kreidemarker erhältlich, die mit flüssiger Kreide schreiben.

Die Kreidemarker gibt es in den unterschiedlichsten Farben. Allerdings lassen sie sich zum Teil nicht komplett abwischen. Wenn die Tafel oft umgestaltet werden soll, ist herkömmliche Kreide deshalb die bessere Wahl.

Beim Abwischen sollte ein leicht feuchtes Tuch oder Schwämmchen verwendet werden. Denn mit einem trockenen Tuch wird die Kreide nicht ganz abgenommen. Stattdessen werden die Reste eher verwischt. Das führt dazu, dass sich nach einer Zeit ein staubiger Schleier auf der Tafelfläche bildet.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: Mal- und Schreibtafel selber machen – so geht’s

Redaktion
Twitter

Veröffentlicht von

Redaktion

Norbert Scheue, 47 Jahre, Verfahrenstechniker Kunststoff, Yvonne Niemann, 38 Jahre, Mediengestalter in Digital u. Print, Gerd Vogel, 42 Jahre, PG Cutter und Werbetechniker, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Folien, Klebefolien, Kunststoffe, Etiketten und Aufkleber für Privat oder Gewerbe.

Kommentar verfassen