Bucheinband aus Folie selber machen – so geht’s

Bucheinband aus Folie selber machen – so geht’s

Irgendwann ist er da: Der von Eltern gefürchtete Moment, in dem ein großer Stapel Schulbücher auf dem Tisch liegt, die alle eingebunden werden müssen. Aber keine Angst! Gewusst wie, ist alles halb so wild. Wir erklären, wie die Bücher schnell und dazu auch noch kostengünstig in praktische Hüllen kommen!

Bucheinband aus Folie selber machen - so geht's

Verschiedene Materialien zum Einbinden von Büchern

In vielen Schulen ist es Pflicht, die Schulbücher einzubinden. Das gilt vor allem dann, wenn die Bücher nicht gekauft, sondern nur ausgeliehen werden.

Aber auch wenn die Bücher später an die jüngeren Geschwister weitergegeben oder wieder verkauft werden sollen, ist ein Einband durchaus sinnvoll. Schließlich schützt er vor Verschmutzungen, Flecken, abgenutzten Rändern und Verschleiß.

Teilweise geben die Schulen vor, wie die Bücher eingebunden werden müssen. Ansonsten haben die Eltern verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. So gibt es im Schreibwarenbedarf Buchhüllen, in die die Bücher einfach hineingesteckt werden.

Der größte Minuspunkt an den Hüllen ist aber der Preis. Die Schulbücher an sich sind schon nicht billig. Wenn dann neben den Heften, Blöcken und Stiften für jedes Buch auch noch eine Hülle gekauft werden soll, kommt schnell ein ordentliches Sümmchen zusammen.

Kostengünstiger wird es mit der berühmten Selbstklebefolie. Allerdings ist es gar nicht so einfach, diese Folie vernünftig und ohne Luftbläschen oder Falten auf die Bücher zu bringen. Außerdem lässt sich die Folie kaum wieder entfernen. Besonders umweltfreundlich ist die Selbstklebefolie auch nicht.

Eine weitere Variante ist, die Bücher in Papier einzuschlagen. Papier gibt es in verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Mustern. Die Kosten halten sich in Grenzen und einen Bucheinband aus Papier zu falten, ist nicht besonders schwer.

Der Nachteil ist aber, dass Papier gerne mal einreißt. Spätestens nach ein paar Monaten muss der Einband deshalb meist erneuert werden.

Aber es gibt noch zwei andere Materialien, die sich prima für Bucheinbände eignen. Das sind zum einen Klarsichthüllen und zum anderen Plastiktüten.

Sie bestehen aus einer Folie, die unempfindlich ist und sich gut verarbeiten lässt. Und weil die Materialien oft sowieso schon vorhanden sind, schonen solche Bucheinbände nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.

Bucheinband aus Folie selber machen – die Materialien

  • Klarsichthüllen oder Plastiktüten

  • Schere

  • Lineal und Bleistift

  • Klebeband

  • Wäscheklammern

Bucheinband aus Folie selber machen – so geht’s

Um die Schulbücher einzubinden, können sowohl simple Klarsichthüllen als auch Plastiktüten verwendet werden. Klarsichthüllen sind durchsichtig, so dass zu sehen bleibt, um welches Buch es sich handelt.

Bunte Plastiktüten wiederum sorgen durch ihre Farben und Muster für eine witzige Optik. Außerdem haben Plastiktüten ein größeres Format, so dass auch große und dicke Bücher damit eingebunden werden können.

Beide Materialien sind robust und können bei Bedarf auch mal feucht abgewischt werden. Und weil die Folien meist ohnehin im Haushalt vorhanden sind, fallen keine Zusatzkosten an.

Bucheinband Folie

Die Vorgehensweise beim Einbinden der Bücher ist in beiden Fällen gleich.

Gearbeitet wird nämlich so:

  • Zuerst müssen die Folien vorbereitet werden. Bei einer Klarsichthülle wird dazu der Lochmusterstreifen entfernt. Außerdem wird die geschlossene Unterkante aufgeschnitten. Bei einer Plastiktüte wird oben der Streifen mit den Tragegriffen oder Henkeln und unten der Boden weggeschnitten. Danach wird auch hier eine Seite geöffnet.

  • Dann wird die Folie flach auf dem Tisch ausgebreitet und das aufgeklappte Buch mittig daraufgelegt. Da die Folie einen Knick in der Mitte hat, ist das Ausrichten auch nach Augenmaß kein Problem.

  • Je nach Größe der Folie und Format des Buchs wird die Folie nun so zugeschnitten, dass sie rundherum etwa 5 cm größer ist als das aufgeklappte Buch.

  • Als nächstes wird die Folie auf der Unterseite rechts und links von der Buchmitte eingeschnitten. Dann werden die neu entstandenen Ecken nach oben gefaltet und gut fest gestrichen. Der schmale Folienstreifen dazwischen wird weggeschnitten. Das Ganze wird auf der Oberseite wiederholt.

  • Nun werden alle Buchseiten nach rechts geblättert. Dann wird die Unterkante der Folie nach oben gefaltet und mit zwei Wäscheklammern am Buchrücken fixiert. So verrutscht die Folie nicht. Die Oberkante der Folie wird nach unten gefaltet und ebenfalls fixiert.

  • Anschließend werden die beiden Ecken der linken Folienkante nach innen umgelegt. Danach kann die Kante nach rechts gefaltet werden, so dass sie auf dem Buchrücken aufliegt. Zwei Klebestreifen in den Ecken halten die Folie zusammen. Die Vorderseite des Buches ist damit schon mal eingebunden und die Wäscheklammern können weg.

  • Auf der Rückseite wird das Ganze wiederholt. Auch hier werden also die Unter- und die Oberkante der Folie auf den Buchrücken gefaltet und mit Wäscheklammern fixiert. Anschließend werden die Ecken der rechten Foliekante eingeschlagen, die Kante umgelegt und mit Klebestreifen befestigt.

Der Bucheinband ist damit fertig. Wer möchte, kann jetzt noch einen Aufkleber auf der Vorderseite anbringen. Und dann kann es auch schon mit dem nächsten Buch weitergehen.

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Inhaber bei Internetmedien Ferya Gülcan
Norbert Scheue, 47 Jahre, Verfahrenstechniker Kunststoff, Yvonne Niemann, 38 Jahre, Mediengestalter in Digital u. Print, Gerd Vogel, 42 Jahre, PG Cutter und Werbetechniker, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Folien, Klebefolien, Kunststoffe, Etiketten und Aufkleber für Privat oder Gewerbe.
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