5 Alternativen zu Plastiktüten

5 Alternativen zu Plastiktüten

Plastikmüll ist ein Riesenthema – und zugleich auch ein Riesenproblem. Denn so praktisch Kunststoff zweifelsohne ist, so ist er eben gleichzeitig die Hauptursache für die unfassbar großen Müllberge, die die Weltmeere verschmutzen.

Papiertüten

Um den Umweltschutz endlich voranzubringen, hat die Politik viele verschiedene Maßnahmen ergriffen. Eine davon ist der Kampf gegen die Plastiktüte. Die EU hat als Ziel vorgegeben, dass der Jahresverbrauch pro Kopf bis Ende 2019 auf 90 Plastiktüten und bis 2025 dann auf höchstens 40 Plastikbeutel sinken soll.

Außerdem sollen Kunststofftüten nicht mehr kostenfrei ausgegeben werden. Wie immer gibt es aber Ausnahmen. Die kleinen, dünnen Knotenbeutel, die gerne an der Obst- und Gemüsetheke hängen, sind ein Beispiel.

Von irgendwelchen Gesetzen und Verordnungen ganz abgesehen, wächst das Umweltbewusstsein bei Verbrauchern aber ohnehin. Und viele möchten gerne auf Kunststoff verzichten. Die Frage ist nur, wie das gelingen kann. Denn Ideen und Vorschläge mag es viele geben.

Im ganz normalen Alltag sind sie aber längst nicht alle umsetzbar. Wer beispielsweise mitten in einem Ballungszentrum wohnt, wird kaum die Möglichkeit haben, mal eben beim Biobauern um die Ecke unverpackte Lebensmittel einzukaufen. Sich einfach zurückzulehnen und so weiterzumachen wie bisher, ist aber auch keine Lösung.

Um einen Anfang zu machen, stellen wir deshalb fünf Alternativen zur Plastiktüte vor, die im alltäglichen Leben auch tatsächlich und ohne großen Aufwand funktionieren.

 

  1. Karton oder Papiertüten beim Einkaufen

Dass Stofftasche, Einkaufskorb oder Rucksack besser sind als eine Plastiktüte, ist vermutlich jedem klar. Und dass eine stabile Tragetasche aus Kunststoff, die mehrfach verwendet werden kann, immer noch sinnvoller ist als jedes Mal eine neue Tüte zu kaufen, leuchtet ein. Das Problem ist nur, dass die guten Vorsätze wenig nutzen, wenn ausgerechnet beim Einkaufen die Tragetaschen nicht zur Hand sind, weil sie zu Hause vergessen wurden. Doch genau das passiert ziemlich oft.

Aber es gibt eine simple und zugleich sehr effektive Lösung: ein Karton. Oft steht im Supermarktregal der eine oder andere leere Karton herum, der sich prima als Transportbehälter nutzen lässt. Genauso kann das Verkaufspersonal nach einem Karton gefragt werden. Eine andere Möglichkeit ist, einen größeren, stabilen Pappkarton im Kofferraum zu deponieren. Wie eine Einkaufskiste kann er immer wieder verwendet werden – und weil er schön stabil ist, bringt er auch schwerere Einkäufer sicher nach Hause.

Übrigens: Papiertragetaschen sind auch nicht unbedingt umweltschonender als Plastiktüten. Denn bei der Herstellung werden Eröl und wertvolle Rohstoffe verbraucht. Und genauso wie Plastiktüten sind Papiertragetaschen oft ein Wegwerfprodukt. Umweltfreundlich sind aber gerade die Produkte, die immer wieder verwendet werden.

 

  1. Schraubgläser zur Aufbewahrung

Schraubgläser, Aludosen und Behälter aus Porzellan oder Keramik eignen sich gut, um trockene Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Müsli, Kaffee oder Nudeln darin aufzubewahren. Gleichzeitig sehen die Gläser in der Küche ziemlich chic aus.

Aber auch anderer Kleinkram wie beispielsweise Schrauben oder Bastelutensilien muss nicht in kleine Tütchen verpackt werden. Vielmehr lassen sich Kleinteile genauso in kleine Gläser füllen. Das sieht nicht nur netter aus, sondern ist auch praktischer, weil der Inhalt besser zu sehen ist.

Und: Die Behälter müssen nicht unbedingt neu gekauft werden. In Möbelhäusern und Haushaltswarenabteilungen gibt es zwar ein großes Angebot an dekorativen Behältern aller Art. Leere Gurken- und Marmeladengläser oder Keksdosen stehen den gekauften Exemplaren optisch aber oft in nichts nach. Zumal sie mit wenigen Handgriffen aufgehübscht werden können.

 

  1. Edelstahldosen zum Einfrieren

Um Fleisch, Brot und Brötchen, Obst und Gemüse oder andere Lebensmittel einzufrieren, greifen viele auf Gefrierbeutel oder kleine Plastikbeutel zurück. Eine umweltfreundliche Alternative dazu sind Edelstahldosen mit Deckel und Silikondichtung. Sie eignen sich hervorragend zum Einfrieren.

Edelstahl nimmt keine Gerüche an und verfärbt sich nicht. Deshalb können die Behälter später auch für andere Lebensmittel genutzt werden. Anders als bei Glasbehältern besteht bei Edelstahl auch nicht die Gefahr, dass die Dosen platzen.

 

  1. Wachstuch fürs Pausenbrot

Um Lebensmittel für unterwegs einzupacken, müssen es keine Kunststoffbeutel sein. Eine schöne Alternative, die auch noch hübsch aussieht, sind Wachstücher. Sie sind beschichtet und halten das Pausenbrot deshalb frisch. Wachstücher sind zwar nicht ganz billig, halten dafür aber ewig. Außerdem müssen es keine gekauften Tücher sein, denn Wachstücher lassen sich gut auch selber machen.

Übrigens: Die Wachstücher sind auch eine tolle Möglichkeit, um Speisen abzudecken. So können sie Frischhalte- und Alufolie ersetzen.

 

  1. Zugbeutel für Schmutzwäsche

Ob im Schwimmbad, im Urlaub oder bei Ausflügen in die Natur: Für die nassen Badesachen, die Schmutzwäsche oder die dreckigen Gummistiefel wird gerne eine Plastiktüte mitgenommen. Und natürlich ist das sehr praktisch. Schließlich bleiben so die anderen Sachen oder das Auto vor der Feuchtigkeit und dem Schmutz verschont.

Die umweltfreundlichere Alternative sind aber Zugbeutel aus Stoff. Sie haben eine beschichtete Innenseite und sind damit genauso effektiv wie Plastiktüten. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass die Zugbeutel wiederverwendet werden können.

Die Reinigung der Zugbeutel ist kein Problem, denn wenn ein einfaches Auswischen nicht reicht, können sie oft sogar mit in die Waschmaschine. Zugbeutel sind im Handel in den verschiedensten Varianten erhältlich. Wer handwerklich begabt ist, kann sie aber auch selbst nähen.

 

Noch ein Hinweis für Hundehalter

Natürlich müssen die Haufen, die der liebe Vierbeiner beim Spaziergang hinterlassen hat, entfernt werden. Aber dafür müssen keine Huntekotbeutel aus Plastik verwendet werden. Auch wenn viele Gemeinden diese Kunststoffbeutelchen kostenlos zur Verfügung stellen. Ein (benutztes) Taschentuch oder ein Stück Zeitungspapier beispielsweise funktioniert genauso gut.

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Veröffentlicht von

Redaktion

Norbert Scheue, 47 Jahre, Verfahrenstechniker Kunsstoff, Yvonne Niemann, 38 Jahre, Mediengestalter in Digital u. Print, Gerd Vogel, 42 Jahre, PG Cutter und Werbetechniker schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Folien, Klebefolien, Kunststoffe, Etiketten und Aufkleber für Privat oder Gewerbe.