Die 4 wichtigsten Punkte beim Kauf von Etiketten

Die 4 wichtigsten Punkte beim Kauf von Etiketten

Ob als Preisschild, Versandetikett, zur Produktkennzeichnung, bei der Beschriftung von Aktenordnern, als Namensschild oder als dekorativer Aufkleber:Etiketten kommen in vielen verschiedenen Bereichen zum Einsatz.

Doch die große Auswahl macht es nicht unbedingt leicht, das optimale Etikett für die geplante Anwendung zu finden.

Wir haben deshalb einen kleinen Ratgeber mit den vier wichtigsten Punkten beim Kauf von Etiketten zusammengestellt:

 

Punkt 1: die Abmessungen

Die erste Frage, die sich stellt, ist, wie hoch und wie breit die Etiketten sein sollen. Die Abmessungen sind aus zwei Gründen sehr wichtig. Der eine Grund ist, dass die Etiketten je nach geplanter Anwendung möglicherweise ein bestimmtes Format haben müssen.

Andernfalls passen die Angaben, die auf das Etikett gedruckt werden sollen, eventuell gar nicht drauf. Werden beispielsweise Versandetiketten benötigt, müssen sie größer sein als kleine Preisschilder, aber gleichzeitig ein anderes Format haben als Etiketten für Ordnerrücken.

Der zweite Grund ist, dass der Drucker in der Lage sein muss, die ausgewählten Etiketten zu beschriften. Dieser Punkt spielt vor allem dann eine Rolle, wenn ein spezieller Etikettendrucker verwendet wird. In der Bedienungsanleitung steht in aller Regel, welche Etikettenformate möglich sind. Dabei werden die Abmessungen von Etiketten üblicherweise in Millimetern angegeben.

 

Punkt 2: das Druckverfahren

Für den heimischen Drucker sind Etiketten erhältlich, die auf Trägerpapier im Format DIN A4 aufgezogen sind. Sie können ganz normal mit dem Tintenstrahldrucker beschriften werden. Anschließend werden die Etiketten vom Trägerpapier abgezogen und auf die gewünschte Fläche aufgeklebt.

Bei Etikettendruckern kommen zwei verschiedene Druckverfahren zum Einsatz, nämlich einmal der Thermodirektdruck und einmal der Thermotransferdruck. Viele Etikettendrucker beherrschen beide Druckverfahren. Welche Etiketten es werden, hängt dann von der Anwendung ab und ist auch eine Kostenfrage.

Thermodirekt-Etiketten sind kostengünstiger, haben aber eine nur rechte kurze Lebensdauer. Sie sind deshalb eine gute Wahl, wenn die Einsatzdauer wie beispielsweise bei Versandetiketten begrenzt ist. Bei Thermotransfer-Etiketten besteht der Druck aus einer speziellen Folie. Dadurch sind die Etiketten robuster, widerstandfähiger und deutlich langlebiger. Die Kosten sind aber auch entsprechend höher.

 

Punkt 3: der Untergrund

Der Untergrund, auf den die Etiketten aufgeklebt werden, ist ebenfalls ein wichtiger Faktor bei der Auswahl eines geeigneten Produkts. Denn nicht alle Etiketten halten auf allen Untergründen zuverlässig.

In diesem Zusammenhang ist vor allem folgendes wichtig:

  • Material: Woraus besteht das Produkt, das etikettiert werden soll? Handelt es sich beispielsweise um Papier, Karton, Kunststoff, Metall, Glas oder Holz?
  • Beschaffenheit: Wie ist die Oberfläche des Produkts? Ist sie trocken, glatt, rau, staubig, ölig, fest oder porös?
  • Form: Welche Form weist die Oberfläche auf? Ist sie eben, gebogen, gewellt oder abgenickt?
  • Umgebung: Welchen Einflüssen ist das Produkt ausgesetzt? Kommt es häufiger oder über einen längeren Zeitraum hinweg mit stärkeren Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit oder direkter Sonneneinstrahlung in Kontakt? Wird es oft angefasst, wodurch der Etikettenaufdruck abgerieben werden könnte?

Punkt 4: spezielle Anforderungen

Je nach Einsatzbereich kann es sein, dass die Etiketten besonderen Anforderungen gerecht werden müssen. Teilweise gibt es auch Normen, Richtlinien oder Vorgaben, die gelten. Bei Etiketten, die Gefahrenstoffe kennzeichnen, und bei Etiketten im Lebensmittelbereich ist das beispielsweise der Fall.

Vor einem Kauf sollte deshalb immer abgeklärt werden, ob Richtlinien einzuhalten und ob die Etiketten für den geplanten Einsatzbereich geeignet sind.

In der folgenden Übersicht haben wir die wichtigsten Spezialetiketten und deren Merkmale zusammenfasst:

 

Etikettenart Merkmale und Eigenschaften
Chemikalienbeständige Etiketten wisch- und kratzfeste Folienetiketten; beständig gegenüber Säuren, Laugen und Basen; haften sehr gut auf öligen, strukturierten und pulverbeschichteten Untergründen
Gefahrstoff-Etiketten chemikalienbeständig; garantieren einen dauerhaft lesbaren Aufdruck; erfüllen die Kennzeichnung nach der Vorschrift GHS/CLP
Lebensmittel-Etiketten erhältlich in verschiedenen Formaten und unterschiedlichen Qualitäten; müssen die Vorgaben der BfR oder FDA erfüllen
Inventar-Etiketten beständig gegenüber Laugen und Säuren; abriebfest; unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit; geeignet für gewölbte Flächen und schwierige Untergründe; durch extrastarken Kleber permanent haftend
Sicherheits-Etiketten hinterlassen beim Versuch, sie abzulösen, ein spezifisches Muster auf dem Untergrund

 

Fazit

Bei Etiketten für den Privatgebrauch wird es in erster Linie auf die Größe ankommen. Der Schreibwarenbedarf bietet eine gute Auswahl an Etiketten, die mit dem heimischen Drucker problemlos gestaltet und beschriftet werden können. Das Textverarbeitungsprogramm auf dem Computer wiederum hat eine Funktion namens „Etikettendruck“.

Hier können die verwendeten Etiketten aus der Liste ausgewählt oder die Maße als neues, benutzerdefiniertes Etikett von Hand eingegeben werden. Auf dem Bildschirm erscheint daraufhin ein Blatt, das genauso aufgeteilt ist wie das Trägerpapier im Drucker. Dadurch wird es zum Kinderspiel, die Etiketten passgenau zu beschriften.

Im Profibereich werden an Etiketten etwas andere Anforderungen gestellt. Hier kommt es darauf an, dass die Etiketten gut lesbar sind, ihren Zweck erfüllen und sicher an der Ware haften. Auch der Kostenfaktor ist nicht unwichtig. Zudem müssen mitunter bestimmte Richtlinien eingehalten werden.

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