Spitzenbordüren selbermachen – so geht’s

Spitzenbordüren selbermachen – so geht’s

Spitzenbordüren kommen bei vielen Bastelarbeiten und DIY-Projekten zum Einsatz. Denn die filigranen Muster sehen toll aus und zaubern eine verspielte Optik mit einem Hauch nostalgisch-romantischem Charme. Doch es muss gar nicht immer echte Spitze aus Stoff, eine Tortenspitze aus Papier oder Omas altes Häkeldeckchen sein. Denn im Bastelbedarf ist eine Paste erhältlich, mit der sich Spitzenbordüren kinderleicht selbermachen lassen.

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Spitzenbordüren selbermachen - so geht's

Wie das geht und wofür die Spitzenbordüren verwendet werden können, erklären wir in dieser Anleitung:

Die Materialien für selbstgemachte Spitzenbordüren

Wer sich im Bastel-, Hobby- und Künstlerbedarf umschaut, entdeckt immer wieder neue Produkte. So ist auch die Paste, mit der Spitzenmuster hergestellt werden können, noch nicht allzu lange auf dem Markt.

Je nach Hersteller und Händler nennt sich das Produkt Paper Paste, Spitzencreme oder Papierpaste. Dazu gibt es Matten aus Silikon, die als Dekormatten, Motivmatten oder universale Silikonmatten angeboten werden. Die Matten haben verschiedenste Muster, die von klassischen Spitzenmustern über Ornamente bis hin zu Motiven wie Schmetterlingen, einzelnen Blüten oder Herzen reichen.

Um Spitzenbordüren selbst anzufertigen, werden also benötigt:

  • die Paste

  • eine Silikonmatte mit dem gewünschten Dekor

  • ein Spachtel

Spitzenbordüren selbermachen – so geht’s

Je nach Hersteller heißen die Artikel zwar unterschiedlich. Trotzdem sind sie miteinander vergleichbar und werden auf die gleiche Art verarbeitet. Dabei ist es tatsächlich kinderleicht, Spitzenbordüren selber zu machen.

Zunächst wird die Paste einmal gut durch gerührt. Die Paste ist weiß. Wer keine weiße Spitzenbordüre möchte, kann die Paste einfärben. Dazu eine kleine Menge aus dem Tiegel nehmen, in ein kleines Gefäß geben und mit Farbe vermischen. Die Hersteller der Pasten haben spezielle Farben im Angebot. Ein kleiner Spritzer Acrylfarbe sollte aber genauso funktionieren.

Anschließend wird die Paste dünn auf die Silikonmatte aufgetragen. Dabei die Paste so verteilen wie beim Schmieren eines Butterbrotes. Die überschüssige Paste wird dann wieder abgenommen und die Oberfläche geglättet. Am Ende sollte sich die Paste nur in den Vertiefungen der Matte befinden. Wichtig ist, ein bisschen darauf zu achten, dass möglichst wenig Reste auf der Silikonmatte verbleiben, damit das Spitzenmuster später klar zu erkennen ist.

Dann muss die Paste trocknen. Das dauert ungefähr fünf Stunden. Wer die Trocknungszeit verkürzen möchte, kann die Matte aber auch bei 60 Grad Umluft für etwa eine halbe Stunde in den Backofen geben.

Ist die Paste trocken, lässt sie sich ganz einfach aus der Silikonmatte schälen. Damit ist die selbstgemachte Spitzenbordüre auch schon fertig. Nun kann sie wie gewünscht weiterverarbeitet werden.

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Ein paar Anregungen für die Verwendung der selbstgemachten Spitzenbordüre

Die gespachtelte Spitze wirkt filigran und ist ganz leicht. Trotzdem ist sie sehr stabil und flexibel. Sie lässt sich genauso biegen wie Folie und kann deshalb problemlos auch um runde Gegenstände gelegt werden. Außerdem lässt sich die Spitzenbordüre mit der Schere zuschneiden. Dadurch ist es möglich, auch nur einzelne Teile des Musters zu verwenden.

Eine klassische Bastelidee mit Spitzenbordüren sind Grußkarten. Dafür wird die Bordüre in der gewünschten Länge zugeschnitten und auf einen farbigen Karton geklebt.

Anschließend kann noch eine Schleife, ein schöner Aufkleber oder ein Schriftzug hinzugefügt werden und schon ist eine individuelle Glückwunschkarte fertig. Auch auf Einladungen zur Hochzeit oder Taufe macht die Spitzenbordüre eine prima Figur. Genauso kann die Spitze Fotoalben oder Notizbücher verzieren.

Eine weitere Möglichkeit sind Windlichter. Dazu die Spitzenbordüre mit Bastelleim oder doppelseitigem Klebeband auf einem Bogen Lampenfolie anbringen und die Folie anschließend zu einem Ring zusammenkleben.

Nun kann die Folie über ein Glas mit einem Teelicht oder einer Kerze gestülpt werden. Natürlich kann die Spitzenbordüre auch direkt auf ein Glas aufgeklebt werden. Oder sie kann eine schlichte Vase oder einen langweiligen Blumentopf in ein kleines Schmuckstück verwandeln.

Spitzenmuster werden gerne eingesetzt, um Gefäßen aus Ton oder Beton eine hübsche Optik zu verleihen. Dazu wird zum Beispiel ein Häkeldeckchen in den Ton gedrückt oder eine Gießform damit ausgelegt und mit Beton aufgefüllt.

Das Deckchen hinterlässt sein Muster so als Abdruck auf der Oberfläche. Solche Techniken lassen sich auch mit der selbstgemachten Spitzenbordüre umsetzen.

Außerdem können nicht nur die Paste eingefärbt oder die Spitzenbordüren nachträglich angemalt werden. Stattdessen eignen sie sich auch sehr gut als Schablonen. Hier ist allerdings wichtig, dass schon beim Spachteln sehr sorgfältig gearbeitet wird.

Verbleiben zu viele Reste in den Zwischenräumen des Musters oder wird die Oberfläche nicht ganz glatt, liegt die Schablone nicht eben auf dem Untergrund auf und das Muster wird nicht ganz gleichmäßig.

Tolle Effekte lassen sich aber auch erzielen, wenn die Spitzenbordüre als solches in Szene gesetzt wird. Eingerahmt in einem ganz schlichten, transparenten oder hölzernen Bilderrahmen wird die filigrane Spitze zu einem dekorativen Hingucker.

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Norbert Scheue, 47 Jahre, Verfahrenstechniker Kunststoff, Yvonne Niemann, 38 Jahre, Mediengestalter in Digital u. Print, Gerd Vogel, 42 Jahre, PG Cutter und Werbetechniker, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Folien, Klebefolien, Kunststoffe, Etiketten und Aufkleber für Privat oder Gewerbe.

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