Anleitung: Upcycling-Picknickdecke selbst gemacht

Anleitung: Upcycling-Picknickdecke selbst gemacht

Ob ein entspanntes Picknick im Park, ein gemütlicher Nachmittag am See oder ein ausgiebiges Sonnenbad im Schwimmbad: Die warme Jahreszeit eignet sich optimal, um sich im Freien ein schönes Plätzchen zu suchen und das herrliche Sonnenscheinwetter zu genießen. Was dann aber nicht fehlen darf, ist eine weiche und bequeme Picknickdecke.

Anleitung Upcycling-Picknickdecke selbst gemacht

Natürlich gibt es Picknickdecken in den verschiedensten Varianten zu kaufen. Doch Selbermachen liegt im Trend. Ebenso ist Upcycling schwer angesagt. Upcycling ist das neudeutsche Wort für Wiederverwertung mit Aufwertung.

Damit ist gemeint, dass schon vorhandene, vielleicht nicht mehr ganz so schöne Sachen zu neuen Dingen verarbeitet und auf diese Weise auch gleich aufgewertet werden.

Ganz im Sinne von DIY und Upcycling zeigen wir in dieser Anleitung, wie mit wenigen Handgriffen eine tolle Picknickdecke entstehen kann:

Upcycling-Picknickdecke selbst gemacht – die Materialien

Eine Picknickdecke muss mehrere Voraussetzungen erfüllen. So sollte sie groß genug, bequem und angenehm weich sein. Außerdem sollte sie wasserabweisend sein, damit die Feuchtigkeit aus dem Boden nicht durchschlägt. Pflegeleicht und waschbar sollte sie ebenfalls sein.

Zudem darf sie nicht zu voluminös und schwer werden. Schließlich muss die Decke zusammen mit dem Korb, der Kühltasche und der sonstigen Ausstattung transportiert werden.

Generell besteht eine Picknickdecke aus drei Lagen. Die unterste Schicht ist die Lage, die direkt auf dem Untergrund aufliegt. Sie muss zwar nicht unbedingt komplett wasserdicht, sollte aber zumindest wasserabweisend sein.

Denn wenn die Decke die Feuchtigkeit aus dem Boden einmal aufgenommen hat, wird sie klamm und der Effekt einer weichen und wärmenden Sitzunterlage geht verloren.

Außerdem sollte die Unterseite der Picknickdecke aus einem Material bestehen, das sich gut reinigen lässt. Gras- und Erdflecken sehen schließlich nicht besonders schön aus und lassen sich nur schwer wieder auswaschen. Ideal ist deshalb ein beschichteter Baumwollstoff.

Dabei kann es sich ruhig um eine ausgemusterte Tischdecke aus Wachstuch handeln. Eine Alternative zum Wachstuch ist eine ausrangierte Lkw-Plane. Wer noch Seitenteile vom Gartenpavillon oder Schutzhüllen von den Gartenmöbeln hat, kann sie ebenfalls verwerten.

Die mittlere Schicht ergibt das weiche Polster. Hier ist Volumenvlies optimal. Denn das Vlies polstert weich, ohne zu sehr aufzutragen. Eine dünne Sommer-Bettdecke, eine ausgemusterte Sofadecke oder die alte Decke aus dem Auto erfüllen den gleichen Zweck. Wer eine sehr voluminöse Picknickdecke möchte, kann sich natürlich im Baumarkt auch einen dünneren Schaumstoff besorgen.

Die oberste Lage ist die Deckschicht. Auch sie sollte nicht allzu empfindlich sein. Immerhin landet bei einem Picknick gerne mal der eine oder andere Fleck auf der Decke. Gleichzeitig sollte der Oberstoff optisch etwas hermachen und angenehm weich sein.

Für die Deckschicht kann ein festerer Stoff in der gewünschten Farbe oder mit einem schönen Muster verwendet werden. Neben einem neuen Stoff eignet sich zum Beispiel eine alte Stofftischdecke oder eine ausgemusterte Bettwäsche. Auch eine Fleecedecke, für die es anderweitig keine Verwendung gibt, kann zum Einsatz kommen.

Zusätzlich zu den Materialien für die drei Lagen werden die Nähmaschine, Nähgarn, ein Maßband und die Schere benötigt. Je nachdem, wie die Picknickdecke genäht wird, kommen dann noch Stecknadeln, Wäscheklammern oder ein Schrägband dazu.

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Upcycling-Picknickdecke selbst gemacht – die Anleitung

Die Upcycling-Picknickdecke ist eigentlich ruckzuck fertig. Denn nachdem die Materialien für die drei Lagen zugeschnitten sind, müssen sie nur noch zusammengenäht werden. Dabei gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Umgeschlagener Rand

Bei dieser Variante wird der Stoff für die Unterseite rundherum 6 cm größer zugeschnitten als die Polsterschicht und der Oberstoff. Soll die Picknickdecke zum Beispiel 150 x 150 cm groß werden, werden die Einlage und der Oberstoff also 150 x 150 cm groß zugeschnitten. Der Unterstoff sollte 156 x 156 cm groß sein.

Nun wird der Unterstoff flach ausgebreitet. Darauf werden mittig erst die Einlage und danach der Oberstoff gelegt. Dabei liegen die Stoffe so aufeinander, wie es bei der fertigen Decke sein soll. Beim Unterstoff zeigt also die schöne Außenseite nach außen, beim Oberstoff die Vorderseite nach oben und dazwischen befindet sich die Füllung.

Nun wird der Unterstoff rundherum erst 3 cm breit eingeschlagen und danach noch einmal 3 cm breit umgeklappt. Damit nichts verrutscht, den Rand mit Wäscheklammern oder Clips fixieren. In den Ecken wird der Unterstoff für einen sauberen Abschluss wie ein Geschenk eingeklappt. Sollte der Stoff zu dick sein, kann er zurückgeschnitten werden.

Anschließend wird der Umschlag rundherum füßchenbreit abgesteppt. Fertig!

  1. Rand mit Schrägband

Eine andere Möglichkeit ist, die drei Lagen direkt zusammenzunähen. Dafür werden alle drei Stoffe gleichgroß zugeschnitten und links auf links mit der Füllung dazwischen aufeinandergelegt. Dann werden die Stoffe mit einem Gerad- oder Zickzackstich rundherum zusammengenäht. Wie weit die Naht vom Rand entfernt sein kann, hängt davon ab, wie breit das Schrägband ist.

Um die Naht und die offenen Seitenkanten zu kaschieren, wird nun nämlich ein Schrägband angebracht. Das Schrägband verläuft am ganzen Rand entlang und sorgt für einen sauberen Abschluss.

Wenn die Füllung aus einem weichen und fluffigen Material wie Volumenvlies besteht, ist es ratsam, die Picknickdecke ungefähr alle 15 cm abzusteppen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Füllung nicht verrutscht, wenn die Picknickdecke im Einsatz ist oder gewaschen wird. Bei einem Volumenvlies zum Aufbügeln, das mit dem Oberstoff verbunden werden kann, ist das Absteppen nicht notwendig.

  1. Randlos

Die dritte Möglichkeit ist eine randlose Picknickdecke. Dafür werden die Stoffe für die Ober- und die Unterseite gleichgroß zugeschnitten. Das Material für die Füllung ist rundherum etwas kleiner.

Nun werden zuerst der Ober- und der Unterstoff rechts auf rechts aufeinanderlegt. Die schönen Vorderseiten zeigen also nach innen. Dann werden die beiden Lagen zusammengenäht. Dabei sollten drei Seiten komplett verschlossen werden. Auf der vierten Seite muss eine ausreichend große Wendeöffnung offen bleiben.

Sind die Stoffe zusammengenäht, werden sie auf die rechte Seite gedreht. Anschließend kann die Füllung eingelegt werden. Dann den Stoff an der Öffnung ein Stückchen nach innen einklappen und die Öffnung schließen.

Auch hier sollte die Picknickdecke in gleichmäßigen Abständen abgesteppt werden, damit die Füllung in ihrer Position bleibt. Das war‘s!

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Norbert Scheue, 47 Jahre, Verfahrenstechniker Kunststoff, Yvonne Niemann, 38 Jahre, Mediengestalter in Digital u. Print, Gerd Vogel, 42 Jahre, PG Cutter und Werbetechniker, sowie Ferya Gülcan, Redakteurin und Betreiberin dieser Seite, schreiben hier Wissenswertes, Tipps und Anleitungen zum Thema Folien, Klebefolien, Kunststoffe, Etiketten und Aufkleber für Privat oder Gewerbe.

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