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Basteln mit Schrumpffolie – eine Basisanleitung

Basteln mit Schrumpffolie – eine Basisanleitung 

Ein Bastelmaterial, mit dem sich Kleinteile für Schmuckstücke, Schlüsselanhänger, Zierelemente für Grußkarten, Knöpfe und viele andere Dinge anfertigen lassen, ist die sogenannte Schrumpffolie. Schrumpffolie sieht auf den ersten Blick wie ganz normale Folie aus. Im Backofen zieht sich die Folie dann aber zusammen und wird fest.

 

Basteln mit Schrumpffolie – das wird benötigt

Das wichtigste Utensil für die Bastelarbeiten ist natürlich die Schrumpffolie. Im Bastel- und Schreibwarenbedarf wird sie meist in DIN A4 großen Bögen angeboten und ist in Weiß und als transparente Folie erhältlich. Die transparente Folie bietet den Vorteil, dass eine Vorlage darunter gelegt und ganz einfach nachgezeichnet werden kann. 

In den meisten Fällen wird die Schrumpffolie bemalt. Dafür können nahezu alle Stifte und Farbsorten verwendet werden. Sehr schöne Ergebnisse lassen sich mit Buntstiften erzielen. Wie gut andere Farben funktionieren, muss letztlich ausprobiert werden. Es gibt Folien, die sich mit Permanentmarkern bemalen, mit Stempeln dekorieren und sogar mit dem Tintenstrahldrucker bedrucken lassen. Bei anderen Folien würden solche Malereien im Zuge des Schrumpfvorgangs verlaufen.

Um die Schrumpffolie in die gewünschte Form zu bringen, kann eine herkömmliche Schere verwendet werden. Löcher lassen sich mit dem Locher oder mit einer Lochzange einarbeiten. Das Schrumpfen selbst erfolgt im Backofen. 

 

Basteln mit Schrumpffolie – eine Basisanleitung

Aus Schrumpffolie lassen sich die verschiedensten Dinge basteln. Von Schmuckanhängern über Ohrringe und Knöpfe bis hin zu Schlüsselanhängern, Namensschildern und anderen Dekoelementen ist alles möglich. Je nach verwendeter Folie kann es bei der Vorgehensweise kleinere Unterschiede geben.

Wichtig ist deshalb, die Angaben und Hinweise des Herstellers auf der Verpackung zu beachten.

Grundsätzlich wird mit Schrumpffolie aber wie folgt gearbeitet:

 

1. Schritt: die Schrumpffolie bemalen

Die Schrumpffolie hat eine glatte und eine raue Seite. Die raue Seite wirkt zudem matt, ähnlich wie Milchglas. Auf dieser rauen Seite wird die Folie bemalt. Dabei können viele Folien mit Farben aller Art gestaltet werden, mit Buntstiften also beispielsweise genauso wie mit Filzstiften, Folienstiften oder Acrylfarben. Auch Stempelmotive lassen sich auf die Folien aufbringen.

Zu bedenken gilt aber, dass sich die Folie später deutlich zusammenzieht. Nach dem Schrumpfen ist sie nur noch ungefähr halb so groß. Deshalb sollte das Motiv nicht zu klein bemessen sein. Außerdem sollte daran gedacht werden, dass das Motiv oder Muster später spiegelverkehrt erscheint. Dies liegt daran, dass die raue Seite, die bemalt wird, die Rückseite ist. Vor allem Schriftzüge müssen also seitenverkehrt auf die Folie übertragen werden. Dies klappt übrigens am einfachsten, wenn die Schrift gespiegelt ausgedruckt, die Vorlage unter die Folie gelegt und dann abgepaust wird. 

 

2. Schritt: die Schrumpffolie zuschneiden

Ist das Motiv fertig, wird die Folie zugeschnitten. Soll das fertige Element später die gleiche Form haben wie das Motiv, wird die Folie mit einer kleinen Zugabe am Rand des Motivs entlang ausgeschnitten. Ansonsten kann die Folie auch als Kreis, Rechteck, Dreieck, Herz, Stern, Blume oder mit jeder anderen Kontur zugeschnitten werden.

Soll das Element später aufgehängt oder irgendwo befestigt werden, müssen außerdem ein oder mehrere Löcher eingearbeitet werden. Dies kann mittels Locher oder Lochzange erfolgen. Die Löcher müssen schon jetzt ausgestanzt werden, denn wenn die Folie erst einmal geschrumpft ist, geht es nicht mehr. Dabei sollte die Größe der Löcher ebenfalls eher großzügig bemessen sein. Ebenso wie die Folie ziehen sich nämlich auch die Löcher zusammen.

 

3. Schritt: die Schrumpffolie im Backofen schrumpfen lassen

Damit aus den größeren, flachen Folienstücken kleine, dickere Plastikelemente werden, müssen sie in den Backofen. Dafür wird der Backofen zunächst auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizt. Die Folienteile werden auf einem Bachblech verteilt, das mit Backpapier ausgelegt ist. Wer kein Backpapier zur Hand hat oder ganz sichergehen möchte, dass die Folie nicht anhaftet, kann das Backblech auch mit etwas Mehl ausstreuen. Normalerweise werden die Folienteile mit der bemalten Seite nach oben auf das Backblech gelegt. Es gibt aber auch Folien, bei denen die Hersteller empfehlen, die raue Seite nach unten zu legen.

Hier gilt also zu prüfen, was auf der Verpackung steht.

Sobald die Schrumpffolie im Backofen ist, beginnt sie, sich zu verformen. Dabei rollen sich die Ränder ein und die Folie verbiegt sich. Gleichzeitig wird sie immer kleiner. Nach wenigen Minuten glättet sich die Folie wieder und liegt flach auf dem Backblech. Das ist das Zeichen dafür, dass der Schrumpfvorgang beendet ist. Insgesamt ist das Plastikteilchen nun um etwa die Hälfte geschrumpft, dafür aber ein ganzes Stück dicker geworden. Außerdem ist es fest und hart. Die Farben wiederum leuchten jetzt intensiver als zuvor.

Die fertigen Teile werden nun vorsichtig aus dem Backofen genommen. Aber Achtung, noch sind die Elemente heiß! Sollten sie nicht ganz glatt und flach sein, können sie mit einem Holzbrettchen, einem Pfannenwender oder einem ähnlichen Gegenstand kurz glatt gedrückt werden. Dafür bleibt allerdings nicht viel Zeit, denn schon nach wenigen Sekunden lassen sich die Plastikteile nicht mehr verformen.  

Nun müssen die Zierelemente nur noch auskühlen. Danach können sie wie gewünscht verwendet werden.

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