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Anleitung für das Nassverkleben von Folien

Anleitung für das Nassverkleben von Folien

( Fenster-, Milchglas- und

anderen Selbstklebefolien)

 

Fenster-, Milchglas- und andere Selbstklebefolien werden gerne verwendet, um Fenster, Büro- und Eingangstüren oder auch Möbelfronten zu bekleben. Dabei haben die Folien sowohl einen praktischen als auch einen dekorativen Nutzen.

So sorgen die Folien beispielsweise für einen Sichtschutz, verändern den Lichteinfall und schützen die beklebte Fläche, werten die Fläche durch eine Milchglasoptik, farbliche Effekte oder eingearbeitete Muster, Ornamente, Schriftzüge oder Logos gleichzeitig aber auch optisch auf.

 

Wichtig bei der Auswahl der Folie ist jedoch, auf die UV-Beständigkeit zu achten. So gibt es Folien, die eine hohe Außenhaltbarkeit aufweisen und daher problemlos auch an solchen Stellen eingesetzt werden können, die häufig direkter UV-Strahlung ausgesetzt sind. Andere Folien hingegen sind eher für geschützte Stellen im Innenbereich gedacht und könnten bei einer intensiven Einstrahlung vorzeitig altern, rissig werden, sich verfärben oder leicht schrumpfen. Ein weiterer Unterschied ergibt sich dadurch, wie die Folien montiert werden.

Einige Folien sind für die Trockenverklebung konzipiert, andere Folien werden nass verklebt. Die Nassverklebung bietet dabei den Vorteil, dass die Folie durch den Wasserfilm gut justiert werden kann, zudem ist das Risiko von unschönen Luftblasen deutlich geringer.

Voraussetzung für eine Nassverklebung ist aber natürlich, dass die Oberfläche, auf die die Folie montiert werden soll, befeuchtet werden kann. Werden größere Flächen beklebt, sollte außerdem immer zu Zweit gearbeitet werden.

 

Wie das Nassverkleben von Fenster-, Milchglas- und anderen Selbstklebefolien
nun aber konkret funktioniert, erklärt die folgende Anleitung:

 

Folien nass verkleben – die benötigten Hilfsmittel

  • ein Rakel oder ein anderer flacher Gegenstand mit einer geraden Kante
  • eine saubere, leere Sprühflasche
  • Küchenrolle
  • Glasreiniger und bei Bedarf eine Glasschaberklinge

 

Das Nassverkleben von Fenster-, Milchglas- und anderen Selbstklebefolien
- eine ausführliche Anleitung:

1.
Als erstes muss die Fläche, auf die die Folie aufgebracht werden soll, gründlich gereinigt werden. Handelt es sich bei der Fläche um eine Glasscheibe oder einen Spiegel, erweist sich herkömmlicher Glasreiniger als sehr gut geeignetes Reinigungsmittel.

Sollten trotz Reinigungsmittel Schmutzreste auf der Oberfläche verbleiben, kann eine Glasschaberklinge zum Einsatz kommen. Wichtig ist, dass nach der Reinigung sämtliche Schmutz-, Staub- und Fettrückstände entfernt sind.

2.
Als nächstes wird die Sprühflasche mit Wasser befüllt. Dem Wasser wird anschließend ein Mittel hinzugefügt, durch das die Oberflächenspannung des Wassers gebrochen wird. Bei den meisten Folienherstellern und -händlern ist hierfür ein sogenanntes Additiv erhältlich. Anstelle eines speziellen Wasseradditivs kann das Wasser aber auch mit einigen Tropfen PH-neutralem Babyshampoo oder etwas PH-neutraler Seife vermischt werden.

Bei einigen Folien ist es außerdem möglich, dem Wasser wenige Tropfen herkömmliches Spülmittel hinzuzufügen. Entsprechende Infos dazu finden sich auf der Verpackung oder in den Verarbeitungshinweisen des Herstellers.

3.
Nun wird die Fläche, auf die die Folie aufgeklebt werden soll, mit dem Wasser besprüht.

4.
Anschließend wird die Folie ausgerollt und flach ausgebreitet. Von der Folie wird dann vorsichtig das Trägerpapier abgezogen. Nun wird auch die klebende Seite der Folie, also die Seite, die auf die Fläche aufgebracht wird, gleichmäßig mit Wasser besprüht.

5.
Die Folie wird jetzt auf die Montagefläche gelegt. Da sowohl die Fläche als auch die klebende Seite der Folie nass sind, bildet sich ein Wasserfilm zwischen der Fläche und der Folie. Durch diesen Wasserfilm wird es möglich, die Folie hin- und herzuschieben, um sie auf diese Weise in die richtige Position zu bringen.

6.
Bevor die Folie nun angedrückt wird, wird zuerst auch die nichtklebende Seite der Folie befeuchtet. Dadurch rutscht der Rakel besser über die Folienoberfläche, was das Anbringen etwas leichter macht. Zudem schützt die feuchte Oberfläche die Folie vor Kratzern.

7.
Das Andrücken der Folie erfolgt nun von innen nach außen. Das bedeutet, zuerst wird die Folie in der Mitte festgedrückt und von hier aus gleichmäßig nach rechts und nach links ausgestrichen. Das Wasser, das sich zwischen der Fläche und der Folie befindet, wird dadurch zu den Seiten hin herausgedrückt. Als Werkzeug wird dabei ein Rakel verwendet, vielfach liegt dieser der Folie bei.

Anstelle eines Rakels kann aber auch ein anderer flacher Gegenstand mit einer geraden Kante benutzt werden, beispielsweise eine Scheckkarte oder ein Lineal. Um die Folie vor Kratzern zu schützen, kann das Werkzeug mit Küchenrolle umwickelt werden. Die Folie wird nun solange angedrückt und ausgestrichen, bis sie gerade, faltenfrei und fest sitzt und sich kein Wasser mehr unter der Folie befindet. 

8.
Sollte die Folie größer sein als die Fläche, wird die überschüssige Folie nun abgeschnitten. Dazu wird ein scharfes Cuttermesser in der jeweiligen Kante angesetzt und mit gleichmäßigem Druck, möglichst ohne abzusetzen, über die Folie geführt. Um beispielsweise Fenstergummis nicht zu beschädigen, kann die Schnittfläche auch mit dem Rakel als Schnittschutz unterlegt werden.

9.
Mit etwas Küchenrolle werden jetzt das überschüssige Wasser aufgenommen und die Übergänge in den Kanten sorgfältig abgetupft. Zum Schluss werden die Kanten der Folie noch einmal vorsichtig mit dem Rakel festgedrückt.

 

Nun muss die aufgebrachte Folie trocknen. Durch das Wasser kann es passieren, dass sich der Kleber verfärbt und weiße Schlieren zu sehen sind. Diese verschwinden jedoch innerhalb weniger Tage von alleine. Wie lange der Kleber braucht, bis er abgebunden und seine volle Klebekraft erreicht hat, hängt vom Kleber selbst und von der Umgebungstemperatur ab.

Als Faustregel gilt, dass die Fläche frühestens nach einer, besser nach zwei Wochen zum ersten Mal gereinigt werden sollte. Für die Reinigung reicht ein herkömmliches Reinigungsmittel völlig aus, auf aggressive Reiniger, harte Bürsten oder Klingen sollte auf jeden Fall verzichtet werden.

 

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