Carbonfolien

Carbonfolien

 

Carbonfolien werden als Klebefolien überwiegend für Sichtanwendungen verwendet, beispielsweise im Zusammenhang mit dem Design und der individuellen Gestaltung von Fahrzeugen oder auch bei Schmuck und Accessoires. Dabei gibt es die Carbonfolien in unterschiedlichen Ausführungen, mit matten und glänzenden Oberflächen, in Schwarz und Silber sowie glatt oder mit fühlbaren Strukturen.

die Gewebestruktur

Gemeinsam ist allen Carbonfolien die Gewebestruktur, die für den Carbonlook charakteristisch ist. Carbonfolien werden in verschiedenen Qualitäten angeboten. So gibt es Carbonfolien, die auf Digitaldruckfolien hergestellt sind. Diese Folien werden in digitalen Druckverfahren bedruckt und kommen der Carbonoptik sehr nahe, haben jedoch eine glatte Oberfläche ohne Struktur.

Daneben gibt es Carbonfolien, die als mehrschichtig gegossene PVC-Folien Stärken von etwa 135µm aufweisen. Solche Folien sehen nicht nur aus wie Carbon, sondern verfügen durch spezielle Prägeverfahren über fühlbar strukturierte Oberflächen, die an die für Carbon typische Gewebestruktur erinnern.

Hinzu kommt, dass diese Folien so aufgebaut sind, dass sie sich sehr leicht erwärmen und damit in Vertiefungen oder um Rundungen ziehen lassen.

Daher eignen sich diese Folien als Folien, Aufkleber und Etiketten für Voll- oder Teilverklebungen von Fahrzeugen, genauso aber auch für die Gestaltung von Möbeln, Notebooks, Handys oder Fahrzeuginnenräumen. Im Hinblick auf das Anbringen solcher Folien sehen die Anleitungen vielfach das Kalt-Warm-Verfahren vor. Das bedeutet, die Folien werden auf die nicht vorgewärmten Gegenstände aufgelegt, mit Heißluft in Form gezogen und anschließend verklebt.

 

Echt-Carbon-Folien

Für Echt-Carbon-Folien hingegen dient Carbon als Basismaterial. Carbon besteht aus Kohlenstofffasern, wobei diese Fasern aus kohlenstoffhaltigen Ausgangsmaterialien hergestellt und durch Pyrolyse in Kohlenstoff mit graphitartiger Anordnung umgewandelt werden.

Unterschieden werden die Fasern dabei in isotrope und in anisotrope Fasern.

Isotrope Fasern sind wegen ihren geringen Festigkeiten für technische Anwendungen weniger von Bedeutung, während sich anisotrope Fasern durch hohe Festigkeiten und Steifigkeiten sowie eine gleichzeitig geringe Bruchausdehnung kennzeichnen.

Im Durchschnitt haben Kohlestofffasern Durchmesser zwischen 5 und 8 Mikrometern. Zwischen 1.000 und 24.000 Fasern werden zu einem Bündel zusammengefasst, auf Spulen aufgewickelt und beispielsweise auf Webmaschinen zu textilen Strukturen weiterverarbeitet.

Handelt es sich um Kurzschnittfasern, können diese auch mit Polymeren vermischt und in Extrudern oder in Spritzgussanlagen weiterverarbeitet werden. Kohlenwasserstofffaserverstärkte Kunststoffe sind Verbundstoffe aus Fasern und Kunststoffen, bei denen mehrere Lagen der Kunststofffasern als Verstärkung eingebettet sind.

Die Matrix bilden dabei meist Duromere, beispielsweise Thermoplasten oder Epoxidharz. Solche Echt-Carbon-Folien können per Laser oder per Wasserstrahl zugeschnitten werden, genauso ist der Zuschnitt aber auch durch Fräsen, durch Stanzen oder mithilfe einer ganz normalen Schere möglich. Verklebt werden die Folien entweder mit Carbon-Kleber oder mit doppelseitigem Klebeband und um die Tiefenwirkung zu verstärken, werden sie oft mit einer Schicht Klarlack überzogen.  

 

Video-Anleitung für Carbon-Strukturfolien:

 

Weiterführende Anleitungen, Folien und Tipps:

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  • Isolierfolien
  • Keramik Folien
  • Sichtschutzfolien
  • Anleitungen zum Entfernen von Folien
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    Thema: Carbonfolien   

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