Aluminiumfolien

Aluminiumfolien

 

Aluminiumfolien, die umgangssprachlich auch als Alufolien oder Silberpapier bezeichnet werden, sind zwischen 0,004mm und 0,2mm dicke Folien aus Aluminium.

Als gas- und luftdichte sowie nach entsprechender Wärmebehandlung weiche und biegsame Folien werden Aluminiumfolien in erster Linie als Verpackungsfolien für Lebensmittel und Medikamente genutzt.

Aluminium-Folien Produktion

Reinaluminium 

In aller Regel werden Aluminium aus Reinaluminium mit einem Aluminiumgehalt zwischen 99 und 99,9 Prozent hergestellt. Das Aluminium wird dabei in Form von sogenannten Vorwalzbändern, die zwischen 0,6mm und 1,5mm stark sind, in mehreren Durchgängen auf die gewünschte Dicke gewalzt.

Die einzelnen Durchgänge werden als Stiche bezeichnet und das Walzen erfolgt als Kaltwalzverfahren. Bei sehr dünnen Folien werden Doppelwalzen verwendet. Dies führt dazu, dass Aluminiumfolien eine glänzende und eine matte Seite haben, denn die Seite, die sich auf der Außenseite befindet, kommt mit den polierten Walzen in Berührung und wird dadurch sehr glatt. D

ie andere Seite hingegen wird leicht angeraut und sieht daher matt aus. Durch die starke Umformung beim Walzen verfestigt sich das Aluminium, weshalb die Folien nach dem Walzen spröde und hart sind. Im Zuge des sogenannten Weichglühens, einem Verfahren mit dem Metalle wärmebehandelt werden, werden die Folien dann wieder flexibel und weich.  

 

Aluminiumfolien im Haushalt 

 

Im Haushalt werden Aluminiumfolien verwendet, die üblicherweise zwischen 0,010mm und 0,015mm dick sind und auf 30cm oder 50cm breiten Rollen angeboten werden. Mithilfe von Aluminiumfolien können dann Nahrungsmittel nahezu licht- und luftdicht eingepackt werden.

Dies führt dazu, dass die Nahrungsmittel länger haltbar sind und dabei nicht so schnell austrocknen. Zudem werden Aluminiumfolien bei der Zubereitung von Speisen verwendet, beispielsweise als Auflagen auf den Rost beim Grillen oder beim Garen von Fisch.

Außerdem werden Aluminiumfolien immer wieder auch als Bastel- und Dekorfolien verwendet und dabei zu recht preisgünstigen, silberfarben glänzenden Folien, Aufklebern und Etiketten verarbeitet. Als Haushaltshelfer kommen Aluminiumfolien beispielsweise in vielen Spülmaschinen zum Einsatz, wo laut Anleitungen in Haushaltsratgebern zusammengeknüllte Folienstücke im Besteckkorb Flecken auf dem Besteck verhindern sollen.

Im industriellen Bereich werden 0,004mm bis 0,5mm starke Aluminiumfolien verwendet, die auf bis zu ein Meter breite Rollen aufgewickelt sind.  

 

Korrosion bei Aluminiumfolien

Problematisch sind Aluminiumfolien jedoch bei Kontakt mit sehr sauren, basischen oder salzhaltigen Lebensmitteln. Je länger die Folien mit Nahrungsmitteln wie Tomaten, sauren Gurken, geschnittenen Zitrusfrüchten, Salzheringen oder essighaltigen Marinaden in Berührung kommen und je größer die Kontaktflächen sind, desto mehr Aluminium diffundiert in die Lebensmittel.

Bei Kontakt mit anderen Metallen kommt es zudem zu Korrosion, die sich dadurch zeigt, dass sich die Folien dunkel verfärben oder teilweise auflösen. Um diesen Problematiken entgegenzuwirken, werden Lebensmittelverpackungen aus Verbundfolien mit einer Schutzschicht hergestellt, während normale Alufolien nicht beschichtet sind.

 

Tolle Video-Anleitung zum Entfernen von Rost mit Alufolie und Cola:

 

Weiterführende Anleitungen, Folien und Tipps:

  • PE-Folien
  • Polyethylen-Folien
  • PTFE-Folien
  • PVC-Folien
  • Reflektierende Folien
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    Thema: Aluminiumfolien

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    Ein Gedanke zu „Aluminiumfolien“

    1. Es gibt doch diese Alufolien mit Wabenstruktur. Mich würde interessieren, ob die Wabenstruktur auch nur durch bestimmte Walzen entsteht oder ob da Zusatzstoffe oder Beschichtungen aufgetragen werden.

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