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Infos rund um die Luftpolsterfolie

Infos rund um die Luftpolsterfolie

 

Die Luftpolsterfolie ist eine ganz besondere Folie. Dies liegt nicht nur daran, dass sie sehr praktisch und vielseitig einsetzbar ist. Oder daran, dass die kleinen Knalleffekte beim Zerdrücken der kleinen Noppen für einen amüsanten Zeitvertreib sorgen. Vielmehr ist die Luftpolsterfolie ein echtes Kunstwerk.

Immerhin wird sie als “Humble Masterpiece”, zu Deutsch bescheidenes Meisterwerk, im New Yorker Museum of Modern Art ausgestellt. Und in den USA ist der Luftpolsterfolie sogar ein eigener Tag gewidmet. So findet seit 2001 immer am letzten Montag im Januar mit dem “Bubble Wrap Appreciation Day” der Ehrentag der Luftpolsterfolie statt. Aber woraus besteht Luftpolsterfolie eigentlich? Wann wurde sie erfunden? Und wofür kann sie verwendet werden?

 

Hier interessante und wissenswerte Infos
rund um die Luftpolsterfolie in der Übersicht:

 

Woraus besteht Luftpolsterfolie und wie ist sie aufgebaut?

Luftpolsterfolie besteht aus Polyethylen, kurz PE. Dabei gibt es Luftpolsterfolie in zwei verschiedenen Ausführungen, nämlich entweder als doppellagige oder als dreilagige Folie. Eine Luftpolsterfolie mit zwei Lagen setzt sich aus einer glatten Deckfolie und einer Folienlage mit noppenförmigen Luftpolstern zusammen.

Die mit Luft gefüllten Noppen werden mit einem Noppenzylinder und einer Vakuumwalze in die Folie eingearbeitet. Bei einer Luftpolsterfolie mit drei Lagen ist die genoppte Folienlage auf beiden Seiten mit einer glatten Deckfolie abgedeckt. Eine dreilagige Luftpolsterfolie ist dadurch dicker, etwas steifer und hält größeren Belastungen stand.

Die kleinen Luftpolster haben einen Durchmesser von rund 10 Millimetern und verteilen sich gleichmäßig über die gesamte Fläche. Daneben gibt es Luftpolsterfolien, bei denen die Luftpolster einen Durchmesser von etwa 25 Millimetern haben. Wegen der noppenförmigen Luftpolster wird die Luftpolsterfolie auch Noppenfolie genannt. Auf Englisch heißt die Folie “bubble wrap“.

Luftpolsterfolie ist in Bögen und als Rollenware erhältlich. Zudem gibt es Versandtaschen, die mit Luftpolsterfolie ausgekleidet sind. Einige Luftpolsterfolien sind antistatisch ausgerüstet, andere Folien wurden aus leitfähigen Folien hergestellt. Solche Luftpolsterfolien werden verwendet, um elektronische Baugruppen sicher zu verpacken und gut geschützt zu transportieren. Wenn größere Räume in Transportverpackungen ausgefüllt werden müssen, kommen anstelle von Luftpolsterfolie oft Luftkissen zum Einsatz. Bei Luftkissen handelt es sich um einen Folienschlauch, der in gleichgroße, mit Luft befüllte Kammern aufgeteilt ist. An den Schweißstellen können ein oder mehrere Luftkissen von dem langen Folienschlauch abgetrennt werden. 

 

Wann wurde die Luftpolsterfolie erfunden?

Eigentlich ist die Luftpolsterfolie ein Zufallsprodukt. Die beiden Ingenieure Alfred Fielding und Marc Chavannes tüftelten in den 1950er-Jahren an einer neuartigen Tapetenart aus Kunststoff. Die Tapete sollte sich einfacher an Wand und Decke anbringen lassen als die herkömmlichen Papiertapeten und zudem abwaschbar sein.

Im Zuge ihrer Entwicklungsarbeiten fiel den beiden Ingenieuren auf, dass sich ihre Kunststofftapete hervorragend als Verpackungsmaterial eignen würde, denn sie war sehr leicht und gleichzeitig robust. In einem weiteren Schritt statteten sie ihre Kunststofffolie mit kleinen, luftbefüllten Noppen aus.

Damit war die Luftpolsterfolie geboren. Ende November 1959 meldeten Fielding und Chavannes die Folie als “bubble wrap” zum Patent an, im Folgejahr gründeten sie ein Unternehmen. Das Unternehmen besteht bis heute und stellt an über 100 Standorten in 52 Ländern Verpackungsfolien und Verpackungssysteme verschiedenster Art her.

 

Wofür kann Luftpolsterfolie verwendet werden?

Die meist durchsichtige Kunststofffolie wird in erster Linie verwendet, um zerbrechliche Gegenstände transportsicher zu verpacken, Hohlräume in Verpackungsmaterialien wie Kartons auszufüllen und das Transportgut vor Stößen zu schützen. Aber Luftpolsterfolie macht sich nicht nur als Verpackungsmaterial sehr gut. Stattdessen kann sie beispielsweise als effektives Isolierungsmaterial verwendet werden.

So können frostharte Kübelpflanzen in einen Mantel aus Luftpolsterfolie eingepackt werden und so geschützt problemlos draußen überwintern. Auch Zimmerpflanzen bietet Luftpolsterfolie Schutz vor Kälteschäden. Wenn Topfpflanzen am Fenster stehen und ihre Blätter längere Zeit das eiskalte Glas der Fenster- oder Wintergartenscheibe berühren, können sie braun werden und abfallen.

Ist es nicht möglich, die Pflanzen soweit wegzurücken, dass sie keinen Kontakt zur Scheibe haben, kann an den entsprechenden Glasstellen Luftpolsterfolie angebracht werden. Die Luftpolsterfolie sorgt dafür, dass die Pflanzen keine Kälteschäden erleiden. Ähnliche Dienste leistet die Luftpolsterfolie, wenn die Wände und die Decke eines Gewächshauses mit ihr verkleidet werden.

Daneben bietet sich die Luftpolsterfolie als sehr gute Alternative zu Teichfolie an, wenn beispielsweise ein Hochbeet, ein Kompostbehälter oder ein Pflanzgefäß aus Holz gebaut wird und das Holz vor eindringender Feuchtigkeit geschützt werden soll.  

Aber auch das ist noch nicht alles, denn die Luftpolsterfolie eignet sich sehr gut auch als Bastelmaterial. So wird Luftpolsterfolie gerne als Unterlage beim Filzen verwendet. Außerdem lassen sich aus Luftpolsterfolie im Handumdrehen prima Stempel herstellen. Dazu wird ein Stück Luftpolsterfolie einfach um ein Nudelholz gewickelt und an den Seiten mit Gummibändern fixiert. Dann kann der Stempel mit Farbe benetzt und über Papier oder Stoff gerollt werden. Das Ergebnis ist ein dekoratives Muster mit Punkten.

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