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Grundanleitung: Textilien mit Transferfolie bedrucken

Grundanleitung: Textilien mit Transferfolie bedrucken

 

Ob für einen besonderen Anlass, als Gag oder um sich kreativ auszutoben: Mithilfe von Transferfolie lassen sich Textilien verschiedenster Art individuell bedrucken und so in echte Unikate mit persönlichem Design verwandeln.

Viel mehr als Stoff, Transferfolie, einen herkömmlichen Drucker und ein Bügeleisen braucht es dafür nicht.

 

Und wie der Druck funktioniert, erklärt die folgende Grundanleitung:

 

Was ist eine Transferfolie?

Bei einer Transferfolie handelt es sich um eine Folie, die als Trägerschicht für ein Motiv dient. Das Motiv, das auf ein Kleidungsstück oder einen anderen Gegenstand aufgebracht werden soll, wird also nicht direkt aufgedruckt. Stattdessen wird das Motiv auf der Transferfolie ausgedruckt.

Anschließend wird die bedruckte Folie auf den Gegenstand aufgebracht. Damit eine Verbindung zwischen der Folie und dem Gewebe oder Material entsteht, wird mit Wärme gearbeitet. Im industriellen Bereich kommen dafür sogenannte Transferpressen zum Einsatz. Zu Hause erledigt das Bügeleisen diese Aufgabe.

Transferfolien gibt es in verschiedenen Ausführungen. So sind einerseits Folien für unterschiedliche Verwendungszwecke erhältlich, beispielsweise um damit Textilien, Porzellan oder Glas zu dekorieren. Andererseits sind die Folien selbst verschieden konzipiert. Bei den Transferfolien zum Bedrucken von Textilien etwa gibt es Folien für helle und für dunkle Textilien. Transferfolien für helle Textilien sind nur dünn beschichtet. Deshalb sind die Folien fast durchsichtig und der Stoff schimmert durch. Aus diesem Grund müssen die Folien auch nicht unbedingt sorgfältig zugeschnitten werden, denn auf dem Kleidungsstück selbst sind sie praktisch nicht zu sehen.

Trotzdem sollte kein allzu großer Rand um das Motiv herum stehengelassen werden. Dies liegt daran, dass die Folie spürbar bleibt, denn sie ist steifer als das textile Material. Transferfolien für dunkle Textilien sind mit einer deutlich dickeren Beschichtung ausgestattet. Dadurch sehen die Folien weiß aus und überdecken den Stoff so, dass er nicht mehr durchscheint. Das Motiv ist deshalb auch auf einem dunklen Stoff deutlich zu sehen.

Allerdings bleibt auch die Folie sichtbar. Aus diesem Grund sollte das Motiv möglichst exakt ausgeschnitten werden, denn andernfalls umrahmt ein unbedruckter, weißer Rand das Dekor. Insgesamt kommen Drucke mittels Transferfolie auf hellen Textilien aber besser zur Geltung. Außerdem sind diese Textilien angenehmer zu tragen, denn je dicker die Beschichtung ist, desto steifer ist meist auch die Folie. Dementsprechend deutlich ist dick beschichtete Transferfolie zu spüren.

 

Textilien mit Transferfolie bedrucken – eine Grundanleitung

Transferfolien lassen sich grundsätzlich wie ganz normales Druckerpapier mit dem heimischen Drucker bedrucken. Allerdings muss es sich bei dem Drucker um einen Tintenstrahldrucker handeln. Mit einem Laserdrucker funktioniert das Ganze nicht. Hier würde die Folie nämlich schmelzen und den Drucker ruinieren. Das Bedrucken selbst geht so:

·         Als erstes wird das Motiv ausgesucht, das auf das Kleidungsstück oder Accessoire aufgedruckt werden soll. Dabei kann das Motiv sowohl bunt als auch schwarz-weiß sein. Wenn das Motiv in einem Bildbearbeitungsprogramm bearbeitet wird, ist es allerdings ratsam, die Anzeige der Bildgröße von Pixel auf Zentimeter umzustellen. So wird es nämlich leichter, die richtige Größe zu bestimmen.

·         Wenn das Motiv auf dem textilen Gewebe genauso zu sehen sein soll wie in der Vorlage, muss es außerdem vor dem Ausdruck gespiegelt werden. Wird es nicht gespiegelt, erscheint es seitenverkehrt. Vor allem bei Schriften und Buchstaben wäre dies natürlich ärgerlich.

·         Ist das Motiv fertig für den Ausdruck, wird die Folie in den Drucker eingelegt und der Druck gestartet. Beim Einlegen der Folie muss aber darauf geachtet werden, dass sie richtig herum in den Drucker kommt. Transferfolie ist nämlich nur auf einer Seite beschichtet. Die meisten Folien haben auf der Rückseite, also der Seite, die nicht bedruckt wird, aber ohnehin ein Trägerpapier. Dadurch sollte problemlos zu erkennen sein, welche Seite die beschichtete Vorderseite ist. Ansonsten ist auf den Folien markiert, wie rum sie in den Drucker eingelegt werden müssen.

·         Nun wird die bedruckte Folie zurechtgeschnitten. Bei einer transparenten Folie für helle Textilien reicht es aus, die Folie so zuzuschneiden, dass um das Motiv herum ein etwa 1 cm breiter Rand stehen bleibt. Bei einer weißen Folie für dunkle Textilien sollte das Motiv genau ausgeschnitten werden, damit kein unschöner Rand die Optik stört.

·         Bevor die Folie aufgebracht wird, wird jetzt zuerst der Stoff glatt gebügelt. Falten und Knicke würden andernfalls nämlich erhalten bleiben und dazu führen, dass auch das Druckmotiv Falten und Knicke aufweist.

·         Dann wird die Folie mit der bedruckten Seite nach unten auf den Stoff gelegt. Um die Folie zu schützen, wird sie mit einem Tuch oder Backpapier abgedeckt. Anschließend wird mit mäßigem Druck und bei ausgeschalteter Dampffunktion über die Folie gebügelt.

Das Bügeleisen sollte dabei langsam und gleichmäßig über die Fläche bewegt werden, aber gleichzeitig permanent in Bewegung sein. Bleibt das Bügeleisen zu lange auf einer Stelle, könnte sich die Folie durch die Hitze verformen oder reißen. Aus diesem Grund sollte das heiße Bügeleisen die Folie auch nicht direkt berühren. Es dauert meist eine gute Minute, bis sich die Folie und der Stoff fest miteinander verbunden haben. Da die Fixierdauer von Folie zu Folie variieren kann, sollte vor dem Aufbügeln aber noch einmal ein Blick auf die Verarbeitungshinweise auf der Verpackung geworfen werden.

·         Nach dem Aufbügeln muss die Folie kurz abkühlen. Dann wird vorsichtig das Schutzpapier abgezogen. Dabei sollte der Stoff straff gezogen werden, denn so löst sich das Papier leichter ab.

 

Textilien, die mit Transferfolie bedruckt sind, können üblicherweise bei niedriger Temperatur in der Waschmaschine gewaschen werden. Damit der Druck möglichst lange hält, sollten sie aber immer von links, also mit der bedruckten Vorderseite nach innen, gewaschen werden.

Gleiches gilt für das Bügeln, das ebenfalls von links erfolgen sollte. Direkt über das Druckmotiv sollte auf keinen Fall gebügelt werden, denn dadurch könnte die Folie reißen oder schmelzen. Damit wäre nicht nur der Druck, sondern auch das Bügeleisen beschädigt.

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