Home > Folien Blog > Die wichtigsten Klebebandarten in der Übersicht, 2. Teil

Die wichtigsten Klebebandarten in der Übersicht, 2. Teil

Die wichtigsten Klebebandarten in der Übersicht, 2. Teil

 

Herkömmliches dünnes Klebeband, dickeres Paketklebeband, doppelseitiges Klebeband für Bastelarbeiten, Gewebeband für schnelle Reparaturarbeiten und Isolierband im Werkzeugkoffer: In jedem Haushalt dürften verschiedene Sorten von Klebebändern vorhanden sein. Doch diese Auswahl ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der vielfältigen Welt der Klebebänder.

In einer zweiteiligen Übersicht schauen wir uns die wichtigsten Klebebandarten einmal genauer an. Dabei ging es im ersten Teil um die gängigsten einseitigen Klebebandsorten.

Jetzt, im 2. Teil, sind die doppelseitigen Klebebänder an der Reihe!

 

Die wichtigsten doppelseitigen Klebebandarten in der Übersicht

Während die einseitigen Klebebänder nur auf einer Seite kleben, zeichnen sich die doppelseitigen Klebebänder dadurch aus, dass sie beidseitig kleben. Dafür wird die Trägerschicht auf beiden Seiten mit Klebstoff beschichtet. Damit sich die Klebstoffe der einzelnen Lagen nicht schon auf der Rolle miteinander verbinden und das Klebeband dadurch erst gar nicht abgewickelt werden kann, wird eine zusätzliche Trennschicht eingearbeitet.

Sie besteht meist aus Kunststoff oder aus Papier, das mit Silikon beschichtet ist. Wird das doppelseitige Klebeband abgerollt, wird eine klebende Seite freigelegt. Auf der anderen Seite haftet die Trennschicht, die bei Bedarf abgezogen wird. Dadurch liegt dann auch die zweite Klebeseite frei. 

Doppelseitiges Klebeband kommt immer dann zum Einsatz, wenn zwei Dinge oder zwei Oberflächen miteinander verbunden werden sollen. Doch ähnlich wie die einseitigen Klebebänder gibt es auch die doppelseitigen Klebebänder in verschiedenen Varianten und für unterschiedliche Anwendungszwecke. Die gängigsten doppelseitigen Klebebandsorten dabei sind folgende:

 

Montagebänder

Die Zierleisten an der Decke, ein Hinweisschild am Eingangstor, ein Emblem auf einem Elektrogerät, ein Spiegel im Badezimmer oder ein Zierelement auf einer Grußkarte: Montagebänder werden verwendet, um zwei Objekte aneinander zu befestigen oder um zwei Oberflächen miteinander zu verbinden.

Doch damit die Montage- oder Befestigungsbänder ihre Arbeit richtig erledigen können, müssen sie für die jeweilige Anwendung geeignet sein und vor allem zu den vorliegenden Oberflächen passen. Aus diesem Grund gibt es Montagebänder in vielen verschiedenen Varianten.

Grundsätzlich lassen sie sich aber in zwei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe bilden Montagebänder mit transparenten Folien als Trägerschicht. Diese Bänder weisen eine hohe Klebekraft auf, eignen sich aber in erster Linie für glatte Oberflächen. Die zweite Gruppe sind Montagebänder mit einer Trägerschicht aus Schaumstoff. Die weiche, anschmiegsame Schaumträgerschicht gleicht unebene Haftgründe aus.

 

Verlegebänder

Verlegebänder sind dafür gedacht, Bodenbeläge auf dem Fußboden zu verkleben. Nachdem Bodenbeläge aber in einigen Fällen fest und dauerhaft und in anderen Fällen nur kurzzeitig verlegt werden sollen, gibt es auch die Verlegebänder in unterschiedlichen Ausführungen.

Verlegebänder für eine vorübergehende Verklebung von Bodenbelägen werden auch als wiederaufnehmbare doppelseitige Verlegebänder bezeichnet. Sie kommen beispielsweise bei Messen, Ausstellungen und anderen Veranstaltungen zum Einsatz. Wenn der Bodenbelag nach der Veranstaltung wieder entfernt wird, lassen sich auch die Verlegebänder wieder aufnehmen, also vom Fußboden abziehen. Rückstände bleiben dabei nicht zurück. 

Soll ein Bodenbelag möglichst lange und möglichst fest auf dem Fußboden haften, werden dauerhafte Verlegebänder verwendet. Sie sind für die Fixierung verschiedener Materialien wie beispielsweise Teppichböden mit Textil- oder Schaumstoffrücken, Filz, Vlies oder PVC erhältlich.

 

Konstruktive Klebebänder

Konstruktive Klebebänder sind in die Gesamtkonstruktion integriert und damit ein Bestandteil eines Produkts. Meistens werden dabei Klebebänder verwendet, bei denen ein viskoelastischer Kern aus Acrylat die Grundlage bildet. Als Träger dienen, je nach Anwendungsbereich, beispielsweise Folien, textile Gewebe oder Schaumstoffe.

Unterschiedliche Materialien reagieren auch unterschiedlich auf Temperaturschwankungen. So verhält sich beispielsweise Aluminium anders als Glas, Stahl, Kunststoff oder ein Faserverbundstoff. Die Viskoelastizität von Hochleistungsklebebändern sorgt dann dafür, dass Spannungen, temperaturbedingte Ausdehnungen und andere Materialbewegungen zuverlässig ausgeglichen werden.

Zudem sind die Klebebänder oft mit vergleichsweise dicken Klebeschichten ausgestattet. Dadurch ermöglichen sie feste und sehr belastbare Verbindungen.

Konstruktive Klebebänder werden beispielsweise beim Bau von Fenstern, Türen, Trennwänden, Leuchtschildern und Aufzügen verwendet. Sogar Fassadenelemente werden damit gefertigt. Und auch in Computerbildschirmen, Handys und Smartphones sind sie zu finden. Hier halten sie entweder Bauteile zusammen, schirmen störendes Licht ab oder schützen das Gerät vor Oxidation.

 

Spleißbänder

Die Verbindung von zwei Materialbahnen wird als Spleiß bezeichnet. Meist zielt eine solche Verbindung darauf ab, das Ende einer Bahn oder Rolle mit dem Anfang einer anderen Bahn oder Rolle zusammenzuführen, um im Ergebnis eine Endlosbahn zu erhalten. Eingesetzt werden Spleißbänder unter anderem in der Druckindustrie, bei der Fertigung von Metallbahnen, in der Papierherstellung und bei der Verarbeitung von Folien und Geweben.

Spleißbänder kennzeichnen sich zum einen dadurch, dass sie sehr schnell eine sehr hohe Klebekraft entwickeln. Zum anderen verfügen Spleißbänder über eine gute Hitze-Scherfestigkeit. Außerdem kommt der hohe Tack der Klebebänder zum Tragen. Der Tack ist die Anfassklebekraft und spielt vor allem dann eine Rolle, wenn die Ansätze überlappend verklebt sind.

Diese Eigenschaften brauchen Spleißbänder aber auch. Denn sie müssen sicherstellen, dass die verbundenen Rollen im laufenden Betrieb weder reißen noch die Prozesse verlangsamen. 

 

Klebebänder ohne Bänder

Grundsätzlich lassen sich in Klebebänder in einseitige und in doppelseitige Klebebänder einteilen. Doch es gibt noch eine dritte Kategorie: Klebebänder, die ohne Klebeband daherkommen. Diese Klebebänder werden als bandlose Transferklebebänder bezeichnet. Der Name erklärt sich damit, dass die Aufgabe des Klebebandes lediglich darin besteht, den Klebstoff auf die Oberflächen zu transferieren, also zu übertragen.

Dafür wird die Klebeschicht nicht auf eine dauerhafte Trägerschicht aufgetragen. Stattdessen befindet sich die Klebeschicht auf einem Träger, der als Trennschicht dient. Wird das Transferklebeband abgewickelt und die Trennschicht entfernt, bleibt nur noch der Klebstoff übrig.

Bandlose Transferbänder werden hauptsächlich dann verwendet, wenn die Verklebung besonders flach sein soll oder wenn ein sichtbares Klebeband die Optik stören würde. Ein typischer Einsatzbereich ist deshalb beispielsweise das Verkleben von Glaselementen. Transferklebebänder können aber genauso gut auch auf die Rückseite von Bildern, Postern oder Fotos aufgebracht werden, um sie auf diese Weise selbstklebend auszugestalten.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

Thema: Die wichtigsten Klebebandarten in der Übersicht, 2. Teil

Folien Blog

Kommentare sind geschlossen
Diese Webseite benutzt Cookies. Einwilligen ? Mehr Infos | Akzeptieren