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Die wichtigsten Klebebandarten in der Übersicht, 1. Teil

Die wichtigsten Klebebandarten in der Übersicht, 1. Teil 

Klebebänder gibt es mit einseitiger und mit doppelseitiger Klebefläche. Sind sie als transparente und als farbige, als sichtbare und als nicht sichtbare Bänder erhältlich. Die Trägerschicht kann eine Folie, ein Papier, ein Gewebe oder ein Vlies sein. Die Auswahl an Klebebändern ist also riesig – und das hat auch seinen Grund.

Denn je nach Anwendung sind bestimmte Klebebänder besser geeignet als andere. Doch welche Klebebandarten gibt es konkret? Worin unterschieden sie sich? Und welches Band wird wofür verwendet? In einer zweiteiligen Übersicht stellen wir die gängigsten Klebebandarten vor.

Hier ist der 1. Teil!

 

Einseitige und doppelseitige Klebebänder

Klebebänder lassen sich zunächst einmal in zwei große Gruppen einteilen, nämlich in einseitige und in doppelseitige Klebebänder. Bei den einseitigen Klebebändern ist die Trägerschicht auf einer Seite mit Klebstoff beschichtet. Die Trägerschicht selbst kann beispielsweise aus Papier, Folie, Gewebe oder Vlies bestehen.

Damit das Klebeband von der Rolle abgewickelt werden und der Klebstoff gleichzeitig seine Haftkraft optimal entfalten kann, wird die Trägerschicht zwar auch auf der nichtklebenden Außenseite beschichtet. Dabei werden zum einen eine Abdeckung, ein sogenannter Liner, und zum anderen ein Haftvermittler, der sogenannte Primer, aufgebracht.

Diese Beschichtungen stellen aber tatsächlich nur sicher, dass das Band nicht schon auf der Rolle fest zusammenklebt und dass der Klebstoff nach dem Abrollen optimal haftet. 

Im Unterschied zu den einseitigen Klebebändern kennzeichnen sich doppelseitige Klebebänder dadurch, dass sie auf beiden Seiten kleben. Dazu wird der Klebstoff auf beide Seiten der Trägerschicht aufgebracht. Eine Trennschicht aus Kunststoff oder Spezialpaper stellt sicher, dass die Klebstoffe der einzelnen Lagen nicht schon auf der Rolle fest zusammenkleben. 

Die Einteilung in einseitige und doppelseitige Klebebänder ist aber nur ein erstes Unterscheidungsmerkmal. Denn je nach Anwendungsbereich und Verwendungszweck werden verschiedene Materialien für die Trägerschichten, unterschiedliche Rezepturen für die Klebemassen und aufeinander abgestimmte Kombinationen aus Trägermaterialien und Klebemassen verwendet.

 

Die wichtigsten einseitigen Klebebandarten in der Übersicht

Einseitige Klebebänder sind vermutlich in jedem Haushalt zu finden. Sie kommen beispielsweise zum Einsatz, wenn Geschenke eingepackt, Pakete verschlossen oder kleinere Gegenstände irgendwo befestigt werden sollen. Handwerker nutzen einseitige Klebebänder, um Flächen zu markieren, Bereiche abzukleben, Stromkabel zu isolieren oder Leitungen zu bündeln.

Zu den gängigsten einseitigen Klebebandarten gehören folgende:

 

Transparente Klebefilme

Transparente Klebefilme sind echte Allrounder im Büro und im Haushalt. Briefumschläge zukleben, eingerissene Papiere flicken, Geschenke einpacken, Zeichnungen oder Postkarten aufhängen, Deko befestigen oder Bastelarbeiten fixieren – das sind nur ein paar Beispiele, wie transparente Klebefilme verwendet werden.

Die Klebebänder sind in unterschiedlichen Breiten erhältlich. Sie sind klebestark, reißfest, für viele Untergründe geeignet und auf den meisten Materialien gar nicht oder kaum zu erkennen. Praktische Tischabroller sorgen dafür, dass der Klebefilm mühelos abgerollt und bequem abgeschnitten werden kann.

 

Packbänder

Packbänder werden genutzt, um Pakete und Kisten zu verschließen, Versandgut zu bündeln oder Adressaufkleber zu verstärken. Die Bänder sind recht breit und sowohl mit einer transparenten als auch mit einer braunen Folie als Trägerschicht erhältlich. Außerdem gibt es papierbasierte Packbänder.

Das entscheidende Merkmal von Packbändern ist ihre Klebekraft. Denn Packbänder müssen das Versandgut nicht nur zuverlässig verschließen, sondern auch dafür sorgen, dass die Verpackung auf dem gesamten Transportweg verschlossen und dicht bleibt.    

 

Gewebebänder

Gewebebänder werden auch als Gafferbänder oder Gaffer Tapes bezeichnet und sind einerseits sehr reißfest. Andererseits erfordern sie keinen Abroller und keine Schere, sondern können einfach mit der Hand abgerissen werden. Sie sind in verschiedenen Farben und Breiten erhältlich. Meist sind sie witterungsfest, so dass Gewebebänder sowohl im Innen- als auch im Außenbereich verwendet werden können.

Gewebebänder werden in erster Linie für kleine, schnelle Reparaturarbeiten genutzt. So kann mit einem Gewebeband beispielsweise ein loser Buchdeckel befestigt, ein Kabel auf dem Boden fixiert, ein Riss im Duschvorhang geschlossen, ein Loch im Planschbecken geflickt oder ein Griff umwickelt werden. Außerdem werden Gewebebänder gerne für Bastelarbeiten und für Markierungen verwendet. Gewebebänder haben eine hohe Klebekraft, lassen sich aber rückstandfrei auch wieder entfernen.

 

Panzerbänder

Panzerbänder werden auch Duct Tapes genannt und sind den Gewebebändern recht ähnlich. Während die Gewebebänder aber eher als Alltagshelfer zum Einsatz kommen, werden Panzerbänder bei stärkeren Beanspruchungen genutzt. Panzerbänder sind UV- und witterungsbeständig, extrem robust und haben eine sehr hohe Klebekraft. Deshalb sind sie auch für den Outdoor-Bereich bestens geeignet.

Mit einem Panzerband kann beispielsweise die Dachrinne abgedichtet, ein Abflussrohr oder der Wasserschlauch geflickt, ein Kunststoffelement am Auto fixiert oder ein Riss im Zelt verschlossen werden. Neben schnellen und unkomplizierten Reparaturarbeiten eignet sich Panzerband zudem zum Bündeln, Verstärken und Kennzeichnen. Durch die enorm hohe Klebekraft hält Panzerband sogar auf rauen und staubigen Untergründen.

 

Malerbänder

Malerbänder sind auch als Krepp-, Abdeck- oder Maskierbänder bekannt. Sie werden in erster Linie verwendet, um Flächen abzukleben. Dabei müssen die Bänder einerseits fest auf dem Untergrund aufliegen, damit sichergestellt ist, dass keine Farbe unter das Band läuft. Andererseits müssen sich die Bänder rückstandsfrei wieder abziehen lassen, ohne dass der Putz, die Tapete oder eine lackierte Oberfläche Schaden nimmt.

Beim klassischen Malerband besteht die Trägerschicht aus einem gelben Krepppapier. Je nach Projekt sind aber verschiedene Malerbänder erhältlich, die dann speziell für innen oder außen, für Kurven und für verschiedene Untergründe konzipiert sind. Bei Spezialmalerbändern kann auch ein anderes Papier oder eine Folie als Trägerschicht dienen, Abdeck- und Maskierbänder gibt es außerdem als Kombination aus Klebeband und dünner Abdeckfolie.

 

Isolierbänder

Isolierbänder erfüllen in erster Linie eine Schutzfunktion. So sollen sie Kurzschlüsse und Stromschläge verhindern. Deshalb muss die Klebemasse so eingestellt sein, dass ein sicherer, fester Halt vom Klebeband auf dem Kabel gewährleistet ist. Zusätzlich dazu sind Isolierbänder so ausgerüstet, dass sie schwer entflammbar sind. Isolierbänder werden aber nicht nur verwendet, um beschädigte Kabel zu reparieren, sondern auch um lose Kabel zu bündeln. Dabei gibt es Isolierbänder in verschiedenen Farben, passend zu den genormten Kabelfarben.

 

Anti-Rutschbänder

Anti-Rutschbänder finden überall dort Einsatzbereiche, wo es glatte und rutschige Oberflächen gibt. Sie verleihen Treppenstufen, Eingangsbereichen, Fabrikböden, Gängen oder kritischen Bereichen auf Baustellen Trittsicherheit und entschärfen so mögliche Gefahrenquellen. Für noch mehr Sicherheit sorgen Anti-Rutschbänder in kräftigen Signalfarben oder reflektierende Bänder. Die rutschhemmende Wirkung bleibt im Durchschnitt zwei Jahre lang erhalten. Sind die Bänder abgenutzt, können sie problemlos entfernt und erneuert werden.

 

Markierungsbänder

Markierungsbänder werden auf den Boden aufgeklebt, um auf diese Weise Flächen oder Wege zu kennzeichnen oder Gefahrenstellen zu markieren. Da ihre Aufgabe hauptsächlich darin besteht, reibungslose Abläufe zu gewährleisten und die Sicherheit zu erhöhen, sind die Bänder in einer Signalfarbe oder einem auffälligen Muster gehalten. Die Bänder sind leicht anzubringen, kleben auf fast allen Untergründen, haften gut, sind widerstandfähig und lassen sich ohne Rückstände wieder abziehen.

 

Reparaturbänder

Reparaturbänder werden, wie der Name bereits andeutet, zur Reparatur und Instandhaltung genutzt. Dabei werden sie meist bei Geräten und Maschinen verwendet. Aber auch in Gebäuden und an Gegenständen aller Art können die Bänder kleine Schäden beheben oder als Übergangslösung dienen, um größere Schäden zu vermeiden.

Reparaturbänder gibt es in vielen verschiedenen Varianten, beispielsweise als Silikon-Reparaturbänder, als Aluminiumklebebänder oder als Glasfasergewebebänder. Gewebe-, Panzer- und Isolierbänder gehören ebenfalls in die Gruppe der Reparaturbänder.

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