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Anleitung zum Folien verkleben

Anleitung zum Folien verkleben

 

Folien gibt es in vielen unterschiedlichen Ausführungen und je nach Folie und Einsatzbereich kann das Vorgehen beim Aufkleben etwas unterschiedlich ausfallen.

In den meisten Fällen werden solche Folien, die im Handel für die Selbstmontage oder zu Bastel- und Dekorationszwecken angeboten werden, jedoch mit dem Trocken- oder dem Nassklebeverfahren aufgebracht.

 

 

Weiterführende Anleitungen, Tipps und Folien:

Hier daher eine allgemeine Anleitung zum Folien verkleben sowie die wichtigsten Tipps dazu.

 

1. Schritt: die Oberfläche reinigen

 

Bevor eine Folie aufgeklebt werden kann, muss die Oberfläche gründlich gereinigt und von sämtlichen Schmutz-, Staub- und Fettrückständen befreit werden.

 

Dies gilt auch für Flächen, die eigentlich sauber aussehen, und auch diese Flächen sollten sicherheitshalber geputzt werden. Als Reinigungsmittel reicht meist ein herkömmlicher Universalreiniger, sofern es die Oberflächen zulassen, ist ein Reinigungsmittel auf Alkoholbasis jedoch die sicherste Variante.

 

 

2. Schritt: die Folie vorbereiten

 

Eine Folie zum Aufkleben setzt sich meist aus drei Schichten zusammen, nämlich aus einem Trägerpapier, der eigentlichen Folie und einem Transferpapier als Schutzschicht.

 

Vor dem Aufkleben sollte die Folie auf einer ebenen und sauberen Fläche ausgebreitet und es sollte mit einem Rakel, einer kleinen Walze oder auch einem Nudelholz über die Folie gerollt werden. Dadurch werden die einzelnen Schichten aneinandergedrückt und die Gefahr, dass sich einzelne Teile der Folie nicht richtig ablösen und aufkleben lassen, verringert sich. 

 

 

3. Schritt: das Trägerpapier ablösen

 

Nun kann das Trägerpapier abgelöst werden. Bei kleineren Folien ist es durchaus möglich, das Trägerpapier auf einmal abzuziehen. Ist die Folie größer oder kommt es auf eine sehr exakte Montage an, sollte das Trägerpapier nur ein Stück weit im oberen Bereich abgezogen werden.

 

Beim Verkleben wird das Trägerpapier in diesem Fall Stück für Stück abgelöst und die Folie ebenfalls nach und nach fest angedrückt. Um das Trägerpapier abzuziehen, wird die Folie mit dem Transferpapier nach unten auf eine ebene Fläche gelegt und das Trägerpapier wird vorsichtig und in einem möglichst flachen Winkel abgezogen.

 

 

4. Schritt: die Oberflächen einsprühen

 

Kleinere und geplottete Folien sowie Aufkleber und Etiketten werden meist trocken verklebt, bei größeren Folien oder beim Verkleben der Folien auf senkrechten Oberflächen wie beispielsweise Glasscheiben kommt üblicherweise das Nassklebeverfahren zum Einsatz.

 

Beim Nassklebeverfahren werden die zu beklebende Oberfläche und die Klebeseite der Folie gleichmäßig befeuchtet. Hierfür gibt es spezielle Montageflüssigkeiten, genauso kann jedoch eine Lösung aus Wasser und Spülmittel verwendet werden.

 

Dazu wird ein Liter Wasser mit zwei bis fünf Tropfen Spülmittel vermischt und in eine Sprühflasche gefüllt. Mit dieser Lösung werden die Flächen dann eingesprüht. Das Nassklebeverfahren hat den Vorteil, dass sich die Reaktionszeit des Klebers verlängert. Dadurch kann die Folie besser ausgerichtet, korrigiert und bei Bedarf auch mehrfach angehoben werden. Beim Trockenklebeverfahren entfällt dieser Schritt und die Folie wird direkt auf der Oberfläche positioniert.

 

 

5. Schritt: die Folie andrücken

 

Um zu verhindern, dass die Folie verrutscht, sollte sie mit Klebestreifen fixiert werden. Dann wird die Folie Stück für Stück angedrückt und Falten, die Luft sowie die Flüssigkeit unter der Folie werden ausgestrichen. Gearbeitet wird dabei immer von oben nach unten und von der Mitte aus zu den Rändern hin. Als Hilfsmittel beim Verkleben von Folien können unterschiedliche Werkzeuge verwendet werden. Möglich sind Rakel aus Kunststoff oder Filz, die gleiche Wirkung haben jedoch auch ein Lineal, eine Scheckkarte, eine Plastikspachtel oder ein Stück Holz, das mit einem weichen Tuch ummantelt ist. 

 

Beim Verkleben der Folie sollte es jedoch weder zu warm noch zu kalt sein. Sind die Außentemperatur und die Oberfläche zu kalt, haftet die Folie nicht richtig und es kann passieren, dass sie sich beim Abziehen des Transferpapiers mit ablöst. Ist es zu warm, entwickelt der Kleber schneller seine Klebekraft und es kann zu Blasen kommen. Die ideale Temperatur beim Verkleben von Folien ist daher eine Temperatur zwischen 10°C und 20°C.

 

 

6. Schritt: das Transferpapier abziehen

 

Das Transferpapier sollte nicht unmittelbar nach dem Verkleben der Folie abgezogen werden. Besser ist, etwas abzuwarten, bis der Kleber ausreichend Klebekraft entwickelt hat, denn ansonsten könnte sich die Folie wieder ablösen.

 

Bei einer trockenen Verklebung reicht eine Wartezeit von 10 bis 30 Minuten aus, bei einer nassen Verklebung sollte deutlich länger abgewartet werden. Das Transferpapier wird dann vorsichtig und in einem möglichst flachen Winkel abgezogen, beginnend bei einer der oberen Ecken.

 

 

7. Schritt: nacharbeiten

 

Es kann passieren, dass sich trotz sorgfältiger Arbeitsweise kleine Blasen unter der Folie gebildet haben. Diese verschwinden aber nach wenigen Tagen von selbst, wenn die Luft unter der Folie entwichen ist. Gleiches gilt für mögliche milchige Schlieren, die dadurch entstehen, dass sich der Kleber anlöst. Auch diese Schlieren verschwinden von selbst, sobald die Flüssigkeit unter der Folie verdampft ist.

Sind jedoch größere Blasen vorhanden, werden diese mit einer Nadel aufgestochen oder mit einem scharfen Messer aufgeschnitten. An diesen Stellen wird die Folie dann noch einmal angedrückt. Um Kratzer zu vermeiden, sollte das Andrückwerkzeug dabei aber in ein weiches Tuch aus Stoff oder Papier eingeschlagen werden.

Weiterführende Anleitungen, Tipps und Folien:

 

  • Dekorfolien
  • Folien aufkleben
  • Folien gestalten
  • Folien plotten
  • Folien selber machen
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