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Anleitung: Papier transparent (wie Folie) machen

Anleitung: Papier transparent (wie Folie) machen

 

Ob für Grußkarten, Laternen, Windlichter oder Fensterbilder: Beim Basteln wird gerne transparentes Papier verwendet. Nur ausgerechnet dann, wenn ein solches Papier gerade von Nöten wäre, ist meistens keines vorhanden. Ein wirkliches Problem ist das aber nicht. Gewusst wie, lässt sich Papier mit einfachsten Mitteln nämlich so transparent wie Folie machen.

Und wie das funktioniert, erklärt die folgende Anleitung:

 

Papier transparent machen – diese Materialien werden benötigt

  • ·         Papier
  • ·         herkömmliches Speiseöl
  • ·         kleine Schale für das Öl
  • ·         Pinsel oder weicher Lappen
  • ·         Küchenrolle
  • ·         Folie oder alte Tischdecke zum Schutz der Arbeitsfläche

 

Papier transparent (wie Folie) machen – so geht’s

Vermutlich hat jeder schon einmal erlebt, dass ein wichtiges Schreiben irgendwo lag und wie auch immer auf einmal einen Fettfleck abbekommen hat. An der Stelle, an der sich der Fettfleck befindet, ist das Papier dann plötzlich durchscheinend. Genau dieser Effekt lässt sich nutzen, um aus herkömmlichem Papier folienähnlich transparentes Papier zu machen. Und das geht so:

·         Als erstes sollte die Arbeitsfläche mit Folie oder einer alten Tischdecke abgedeckt werden. Andernfalls ist am Ende alles voller Öl. Zeitungspapier eignet sich nur bedingt als Schutz. Es würde das Öl zwar aufsaugen, allerdings könnte auch die Druckerschwärze angelöst werden. Das Ergebnis wären dann Muster und Abdrücke auf dem Papier, die zwar hübsch aussehen können, so aber vielleicht nicht gewollt waren.

·         Ist der Arbeitsplatz vorbereitet, wird etwas Öl in eine kleine Schale eingefüllt. Welches Öl dabei verwendet wird, also ob beispielsweise Sonnenblumen-, Raps- oder Olivenöl, spielt keine Rolle. Außerdem wird das Papier, das bearbeitet werden soll, ausgelegt.

·         Nun wird mit einem Pinsel oder einem Tuch etwas Öl aufgenommen und auf dem Papier verteilt. Dabei sollte das Papier überall gleichmäßig mit dem Öl benetzt sein.

·         Sobald das Öl aufgetragen wird, verändert sich das Papier und wird durchscheinend. Um sicherzugehen, dass das Papier überall genug Öl aufgenommen hat, kann das Blatt gegen das Licht gehalten werden. So wird sichtbar, wo das Papier schon transparent ist und wo noch Öl fehlt. 

·         Ist das Papier ordentlich eingeölt, wird es zum Trocknen auf Küchenpapier abgelegt. Nach einiger Zeit kann überschüssiges Öl, das auf der Papieroberfläche steht, mit Küchenkrepp abgenommen werden.

·         Das Papier bleibt auch nach dem Trocknen transparent. Nun kann es wie gewünscht weiterverarbeitet werden.

 

Papier transparent machen und verarbeiten – ein paar Tipps

Welche Art von Papier verwendet wird, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen, Einfaches Kopierpapier wird durch das Einpinseln mit Öl ebenso transparent wie beispielsweise Tonpapier oder Aquarellpapier. Besonders schöne Effekte lassen sich zudem auf bedrucktem oder bemaltem Papier erzielen. Wird etwa ein Bild, das mit Buntstiften gemalt ist, eingeölt, entsteht ein tolles Fensterbild. Gleiches gilt für Papiere, das mittels Drucker mit schönen Motiven gestaltet wurden. Damit die Tinte nicht verläuft, sollte selbstbedrucktes Papier aber auf der Rückseite eingeölt werden.

Für Grußkarten, Laternen oder Windlichter wiederum können Papiere mit aquarellartigen Mustern gestaltet werden. Dafür wird das Papier gleichmäßig befeuchtet. Anschließend werden Aquarell-, verdünnte Acryl- oder einfache Wasserfarben aufgetragen. Die flüssigen Farben verlaufen auf dem feuchten Papier und es entstehen tolle Muster. Zusätzliche Effekte lassen sich erzielen, wenn Salz auf das Papier gestreut wird.

Daneben kann das Papier mit zerknüllter Alufolie oder einem Tuch abgetupft werden. Möglich ist auch, die Farben auf Frischhaltefolie aufzutragen und das Papier dann auf die Folie zu legen, um so das Muster auf das Papier zu übertragen. Hier darf also ruhig herumexperimentiert werden. Ist das bemalte Papier trocken, wird es eingeölt.

Aber Achtung: Papier, das mithilfe von Öl transparent gemacht wurde, ist leichter entflammbar. Kerzen und anderen Wärmequellen sollte es deshalb nicht zu nahe kommen. Um das Papier trotzdem zu dekorativen Windlichtern verarbeiten zu können, kann es aber laminiert werden.

Dadurch bleibt die tolle Optik erhalten und das Papier ist durch die Ummantelung mit der Laminierfolie geschützt. Im Handumdrehen lassen sich Windlichter aus laminiertem Transparentpapier übrigens so anfertigen: Zwei Bögen des laminierten Papiers werden aufeinander gelegt und an den beiden Seiten in regelmäßigen Abständen gelocht. Dann werden Bänder, Kordeln oder Schnüre durch die Löcher gefädelt, verknotet und zu Schleifen gebunden.

Eine andere Möglichkeit ist, die beiden Folienbögen mit Musterbeutelklammern zu verbinden. Nun muss das Windlicht nur noch auseinandergezogen, etwas in Form gedrückt und mit einem Glas samt Teelicht bestückt werden.

Zu bedenken gilt auch noch, dass sich das transparente Papier möglicherweise mit normalem Bastelkleber nicht festkleben lässt. Hier können durchsichtiges doppelseitiges Klebeband, der Tacker oder eine dekorative Befestigung mit Musterbeutelklammern, Nieten, Ösen oder Knöpfen geeignete Alternativen sein. Sollen Grußkarten gebastelt werden, muss das Papier aber ebenfalls laminiert werden. Andernfalls würden unschöne Fettflecken auf der Karte entstehen, denn selbst wenn sich das Papier trocken anfühlt, überträgt sich das Öl auf darunterliegende Papiere.

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