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Anleitung – Motive in Metallfolie prägen

Anleitung: Motive in Metallfolie prägen (am Beispiel einer Grußkarte)

 

Motive in Metallfolie zu prägen, hat sich im Laufe der Zeit zu einer beliebten Basteltechnik entwickelt. Die Wurzeln dieses Verfahrens reichen aber schon sehr weit zurück, denn ursprünglich war das Metallprägen ein altes Handwerk, später dann galt es als Kunsthandwerk.

Dass die Metallfolie irgendwann Einzug in den Hobby- und Bastelbereich gefunden hat und das dekorative Gestalten der Folien nach wie vor eine gerne angewandte Basteltechnik ist, ist aber nicht unbedingt verwunderlich. Schließlich reichen schon wenige Utensilien aus, um selbst als Anfänger wunderbare Ergebnisse zu erzielen.

 

Diejenigen, die es auch gerne einmal ausprobieren möchten, finden im Folgenden eine Anleitung für eine Grußkarte, die mit einer geprägten Metallfolie verziert ist. Die Grußkarte versteht sich aber selbstverständlich nur als Beispiel, denn nach dem gleichen Prinzip können auch viele andere Objekte gestaltet werden.

 

Motive in Metallfolie prägen – die benötigten Materialien

Um Motive in Metallfolie zu prägen, sind lediglich vier Utensilien erforderlich:

1.       Metallfolie.

Metallfolien gibt es in mehreren Farben und in verschiedenen Stärken. Für Bastelarbeiten eignet sich mittelstarke Metallfolie am besten. Sie lässt sich nämlich sehr gut prägen, ist aber gleichzeitig stabil und dick genug, um nach dem Prägen auch in Form zu bleiben. Im Bastelbedarf wird diese Folie manchmal auch als Alu-Bastelfolie bezeichnet.

2.       Prägewerkzeuge.

Für das Prägen von Metallfolie gibt es spezielle Prägestifte und Prägehölzer. Sie sind in unterschiedlichen Stärken und Formen erhältlich und ermöglichen es, Konturlinien in verschiedenen Breiten, Flächen, Ecken, Rundungen und Kanten sauber zu gestalten. Allerdings funktioniert das Prägen auch ohne diese Spezialwerkzeuge. So sind Kugelschreiber, Stricknadeln, Teelöffel und ähnliche Gegenstände ein sehr guter Ersatz.

3.       Unterlage.

Damit sich das Motiv deutlich abzeichnet, sollte eine möglichst weiche Unterlage verwendet werden. Je weicher die Unterlage ist, desto besser ist das geprägte Motiv nämlich später zu sehen. Als Prägeunterlage eignet sich eine Matte aus Moosgummi oder dickem Filz. Wer beides nicht hat, kann zur Not auch sein Mousepad zweckentfremden.

4.       Motiv.

Zu guter Letzt wird noch ein Motiv benötigt. Prinzipiell kann jedes beliebige Motiv in Metallfolie geprägt werden. Ob dabei das gesamte Motiv mit erhabenen Flächen ausgearbeitet wird oder ob nur die Konturen und einige dekorative Linien und Punkte geprägt werden, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen. Bei den ersten Versuchen ist es aber ratsam, ein nicht ganz so komplexes und detailreiches Motiv auszuwählen.

 

Anleitung: Motive in Metallfolie prägen – am Beispiel einer Grußkarte

Wie Metallfolie geprägt wird, erklärt die folgende Anleitung am Beispiel einer Grußkarte. Das Motiv der Karte ist ein Herz, wodurch sich die Karte als Gruß- oder Einladungskarte für die verschiedensten Anlässe eignet. Dabei ist die Karte insgesamt recht schlicht gehalten, damit das geprägte Herz optimal zur Geltung kommt und tatsächlich auch die volle Aufmerksamkeit erhält.

Benötigt werden für die Grußkarte folgende Materialien:

  • ·         weißer Tonkarton
  • ·         dunkelblaue Strohseide
  • ·         silberfarbene Metallfolie
  • ·         Kugelschreiber oder dünne Stricknadel, Teelöffel und weiche Unterlage als Prägewerkzeuge
  • ·         Alleskleber oder doppelseitiges Klebeband
  • ·         Schere und Lineal

Als erstes wird aus dem weißen Tonkarton ein 24cm breites und 12cm hohes Rechteck zugeschnitten. Dieses Rechteck wird dann genau in der Mitte zusammengefaltet. Dadurch ist nun eine quadratische Klappkarte mit 12cm langen Kanten entstanden. Der Kartenrohling wird als nächstes mit einem etwa 10 x 10cm großen Quadrat aus blauer Strohseide verziert.

Schöner sieht es aber aus, wenn die Strohseide nicht mit der Schere zugeschnitten, sondern gerissen wird. Dafür wird das Lineal an der entsprechenden Stelle angelegt und das Faserpapier dann an der Linealkante entlang abgerissen. Das blaue Quadrat wird anschließend mit Klebstoff oder doppelseitigem Klebeband mittig auf die Vorderseite des Kartenrohlings geklebt.

 

Jetzt ist die Metallfolie an der Reihe. Aus der Folie wird zuerst ein 8 x 8cm großes Quadrat ausgeschnitten. Dieses Quadrat wird dann mit der Vorderseite nach oben auf die weiche Unterlage gelegt. Mit einem Kugelschreiber oder einer dünnen Stricknadel wird nun mittig auf der Metallfolie ein Herz gezeichnet.

Wer das Herz nicht frei Hand prägen möchte, kann sich zuvor eine Schablone aus Papier anfertigen oder auch ein Ausstechförmchen für Plätzchen verwenden. Beim Prägen der Linie ist wichtig, nur mit mäßigem Druck zu arbeiten. Wird das Prägewerkzeug mit zuviel Druck über die Folie geführt, könnte diese beschädigt werden. Zudem sind auf der Metallfolie Korrekturen eigentlich nicht möglich. Daher sollte die Linie entsprechend sorgsam gezogen werden.

Anschließend wird die Metallfolie umgedreht. Auf der Rückseite, die jetzt oben liegt, ist die eben geprägte Linie zu sehen. Nun wird die Innenfläche des Herzens ausgeprägt. Dafür wird mit dem Stiel des Teelöffels in kreisenden Bewegungen über die Folie gefahren. Die Metallfolie wölbt sich dadurch zur Vorderseite hin und das Herz tritt plastisch hervor. Ist das Herz gleichmäßig erhaben, wird die Konturlinie auf der Rückseite noch einmal nachgefahren. Nun muss die geprägte Metallfolie nur noch mittig auf das blaue Quadrat geklebt werden und damit ist die Grußkarte fertig.  

Nach dem gleichen Prinzip können auch viele andere Gegenstände gestaltet werden. So kann die Metallfolie beispielsweise auf Schachteln oder Dosen geklebt werden, die dadurch zu chicen Aufbewahrungsmöglichkeiten oder Geschenkverpackungen werden. Oder die geprägte Metallfolie kann schlichte Kladden und Notizbücher aufwerten. Wer möchte, kann das geprägte Motiv aber auch konturengenau ausschneiden und als Dekoration weiterverarbeiten.

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